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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 01:41 Uhr

Ausweisung : Weiter auf Wachstumskurs

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weiter wachsen kann die Gemeinde Holm. Die Gemeindevertreter haben während ihrer jüngsten Sitzung den neuen Bebauungsplan „Alte Mühle“ und die dazugehörige Änderung des Flächennutzungsplanes verabschiedet. „Recht kompliziert“, so Bürgermeister Walter Rißler (CDU), waren die Arbeiten an dem gemeindlichen Bebauungsgebiet.

Begrenzt wird das Areal durch die Straße „Achter de Möhl“ und die erste Baureihe auf der nordöstliche Seite der Wedeler Straße. Gerd Kruse vom Planungsbüro „Elbberg“ war aus Hamburg nach Holm gekommen, um die Abwägungen und letzten Veränderungen des Planes vorzustellen.

14 Grundstücke können durch die Gemeinde Holm veräußert werden. Zwei Flächen haben sich Alteigentümer des Geländes gesichert.

Das Gebiet wird über eine Straße mit Wendehammer erschlossen. Die Zuwegung geht von der B431 aus. Zusätzlich gibt es einen Rad- und Fußweg zur Straße Achter de Möhl. Wer ein Grundstück kauft, darf nur mit einer einstöckigen Bauweise arbeiten, so Kruse. Die derzeit sehr beliebten „Toskana-Häuser“, früher auch als „Kaffeemühlen“ bekannt, sind nicht erlaubt. In den Häusern darf allerdings eine zweite Wohnung integriert werden. Auf jedem Grundstück muss 25 Quadratmeter Parkraum zur Verfügung stehen, damit die Besitzer dort zwei Fahrzeuge abstellen können.

Entwässert wird das Gebiet über flache Mulden. Die werden auf gemeindlichem Grund zwischen dem Wendehammer und der Wedeler Straße sowie auf beiden Seiten der Zuwegungsstraße angebracht. Wer ein Grundstück kauft, bekommt in der Baugenehmigung die Auflage, eine flache Mulde anzulegen. Die könnten 30, 40 oder 50 Quadratmeter groß sein, erklärte der Planer.

Nicht im Bebauungsplan, wohl aber in der Änderung des Flächennutzungsplanes ist die Esso-Tankstelle enthalten. Das Thema Lärmschutz hatte Ingenieure und Politiker intensiv beschäftigt. Die Lösung: Eine Lärmschutzwand wird auf dem Grundstück der Esso-Tankstelle – also außerhalb des B-Planes – errichtet, erklärte Kruse. Die Kosten übernimmt die Gemeinde. Auf der Tankstelle darf es keine Nachtanlieferung geben.

Im neuen Holmer Baugebiet müssen Einheimische 180 Euro pro Quadratmeter zahlen. Auswärtige sollen noch einmal 15 Euro drauflegen.

René Goetz vom Amt Moorrege stellte den weiteren Fahrplan vor. Im Sommer sollen die Erschließungsarbeiten beginnen. Mit dem Abschluss wird im Spätherbst gerechnet, so dass Bauherren bei günstiger Witterung noch in diesem Jahr starten können. Für den 27. Mai ist die Bauplatzvergabe vorgesehen. Auf der Website des Amtes gibt es dazu weitere Infos.

www.amt-moorrege.de/willkommen/holm

40 Jahre Engagement für die Gemeinde

Mehr als eine Ehrung konnte Bürgermeister Walter Rißler während der jüngsten Holmer Gemeindevertretersitzung aussprechen. Man spürte, es war ihm eine Herzensangelegenheit die Arbeit eines langjährigen Weggefährten zu würdigen. Denn seit 40 Jahren – und damit länger als der Bürgermeister – engagiert sich Horst Schaper (beide CDU) in der Gemeindevertretung.

Rißler hatte eine Kopie des (handgeschriebenen) Protokolls der konstituierenden Gemeindevertretersitzung vom 18. April 1974 mitgebracht. Schaper kam damals aus der Gruppe der „Jungen Wilden“ in die Union und wurde gleich in drei Ausschüsse gewählt. Es folgte eine lange Aufzählung von Ämtern und Posten. Seit 1986 steht Schaper an der Spitze des Finanzausschusses. Kaum ein Ausschuss, in dem der Christdemokrat nicht aktiv war. Von 1990 bis 1998 war er zweiter und seit 1998 ist er erster stellvertretender Bürgermeister. Walter Rißler fasst zusammen: „Wann warst du mal Zuhause?“

Schaper erinnerte sich an die Anfänge unter Bürgermeister Klaus Kleinwort (CDU) , von den Holmern „Klaus Bürgermeister“ genannt. Etwa als es um Flach- oder Walmdach für das Haus der Gemeinde ging, habe er die Jungen Wilden „abblitzen lassen.“ An die Asbestsanierung der Schule, den Kirchturmbau („da haben wir verloren“) und die neue Sporthalle erinnerte der 71-Jährige. Flagge zeigte Schaper dann noch in einer aktuellen Diskussion. „Man will das Ehrenamt schwächen“, kritisierte er die Bestrebungen einiger Politiker, den Amtsvorsteher durch einen hauptamtlichen Amtsdirektor an der Spitze der Moorreger Amtsverwaltung zu ersetzen.

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erstellt am 15.Mai.2014 | 19:09 Uhr

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