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Internationaler Frauentag : „Weibsbilder“ von Cathrin Alisch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Anlässlich des Internationalen Frauentages trat die Berliner Künstlerin Cathrin Alisch mit ihrem Programm „Weibsbilder – Spiegel, Spott und Übermut“ in Tornesch auf. Am Weltfrauentag bieten viele Gemeinden und Städte kulturelle oder politische Aktionen rund um das Thema Frau an. Der Abend im POMM 91 war von den Gleichstellungsbeauftragten aus Tornesch und Uetersen, Inga Pleines und Christiane Greve, organisiert worden. Traditionell richten die beiden Städte eine gemeinsame Veranstaltung zum Weltfrauentag aus, auch dieses Mal wieder mit tatkräftiger Unterstützung der Ehrenämtler des multikulturellen Vereins TOrnescher ALLerlei (TO ALL).

Greve eröffnete „diese schöne Tradition“ und führte aus, dass Frauen in Deutschland rechtlich in nichts nachstünden. „Sie müssen aber dafür sorgen, dies durchzusetzen, und das ist immer noch eine schwierige Aufgabe“, so die Gleichstellungsbeauftragte. Für Cathrin Alisch als Frauentags-Künstlerin hatten die Organisatoren sich entschieden, weil ihr Programm die Frau im Fokus hat und dabei „leicht, froh und lustig ist“, so Greve.

Alisch hat sowohl eine klassische musikalische Ausbildung in Gesang und Violine absolviert, als auch Musik- und Geisteswissenschaften studiert und promoviert, „ich pendele zwischen Musik und Wissenschaft“, so die Künstlerin. Auf vielen ausgedehnten Reisen durch Afrika, Lateinamerika, Süd- und Osteuropa hat sie „immer mal wieder Rezepte für gute Geschichten und Balladen mit der einen oder anderen Nachbarin ausgetauscht.“ In „Weibsbilder“ verarbeitet sie diese Geschichten spielerisch, sie singt, geigt und erzählt „Allerweltsgeschichten mit, über und unter Frauen“.

Diese folkloristischen Erzählungen begleitet und umrahmt Alisch mit Musik, unter anderem mit dem Spiel der Violine, und mit humoristischen Einlagen. Eine Geschichte spielt im nordischen Lappland, sie wird mit einem sehnsuchtsvollen Lied eingeleitet. Dieses hat laut Alisch 99 Strophen, von denen früher in den Hütten abends je eine Strophe gesungen wurde, bis der Winter vorüber war, „von Sonnenuntergang im Herbst bis Sonnenaufgang im Frühling“. Die Berlinerin, die unter anderem Workshops in Storytelling für Frauen anbietet, trug den zahlreichen Zuschauern die Geschichte vor, von der das Lied handelt.

In den einsamen karelischen Wäldern führte einst ein junger Mann ein einfaches, aber zufriedenes Leben als Fischer, gemeinsam mit seiner hübschen Frau. Ein reisender Musiker, der in seinem Haus eine Stärkung erfahren hatte, weckte in ihm die Sehnsucht, die Welt zu entdecken, er begab sich auf den Weg in die weit entfernte große Stadt. Aufgrund von Verwicklungen kehrte er erst nach einem Jahr in die Heimat zurück, mit einem Spiegel im Gepäck. Die Entdeckung dieses unbekannten Luxusgegenstands weckte auch bei seiner Frau und seinen Eltern den Wunsch, das Unbekannte kennenzulernen, und die Familie zog aus, um in der Stadt zu leben.

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erstellt am 06.Mär.2016 | 21:33 Uhr

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