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Deichschau : Wehrfähiger Deich, aber Bisamprobleme

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Der Deich macht einen guten Eindruck“. So stand es unter anderem im Protokoll der diesjährigen Frühjahrsdeichschau vor der Haseldorfer Marsch.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2012 | 20:45 Uhr

Der Landesschutzdeich ab Stöpe Wedel bis zum Pinnau Sperrwerk ist also in einem guten und wehrfähigen Unterhaltungszustand. Davon überzeugten sich die Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes Haseldorfer Marsch als Ortskundige, die vom Deichunterhalter, dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) wieder eingeladen waren. Erstmals dabei Michael Ahne vom LKN Itzehoe, Berater für den Kreis im Katastropenfall, und sein Stellvertreter Andreas Fischer.

Dank des guten Deichzustandes, das heißt, der guten Pflegearbeit der LKN-Mitarbeiter und der vielen Schafe, gab es bei der Hinfahrt außendeichs und der Rückfahrt binnendeichs außer ein paar zu beseitigender Fahrspuren am Deichfuß, einiger nachzuarbeitender Treibsellagerstätten und einem abzutransportierdenen, umgefallenen Baum beim Haseldorfer Hafen, nichts zu bemängeln.

Da blieb viel Raum für Fachgespräche. Den man schon mal bei der Kaffeepause im Ausflugslokal Fährmannssand und später im Haseldorfer Hof nutzte. Thema war das noch viel zu frühe Scheren der Schafe. Denn wenn das Muttertier friert, versiegt der Milchfluss und das Lamm hungert. Oder das einmal im Jahr praktizierte Baden, besser Tauchen aller Schafe gegen Ungeziefer. Griente einer, der das seit langem macht: „Und als Erster ist der Hund dran.“

Gesprächsthema waren wieder die Probleme mit der verstärkten Verschlickung kleiner Sportboothäfen. Und klären wird man, wer zum Beispiel für einen toten Schwan zuständig ist und für große Wühler, also nicht Maulwurf und Maus, sondern Fuchs und Dachs. Am Treibsellager Pinnau Sperrwerk befindet sich nämlich ein offensichtlich genutzter Bau. Ein Dauerbrenner bleibt der Bisambefall.

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