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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 13:25 Uhr

Feierlich : Wedels Hafen ist eröffnet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Den neuen Stadthafen von Wedel haben gestern Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) und Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) eröffnet. „Hier ist etwas entstanden, auf das Sie stolz sein können in Wedel, das die Stadt und damit auch das Land nach vorn bringt“, sagte Albig vor mehreren hundert Gästen. 20,6 Millionen Euro kostete der rund dreijährige Umbau. Davon übernahmen die Europäische Union, der Bund und das Land gemeinsam fast zwölf Millionen Euro. Den Rest trägt die Stadt.

Die Arbeiter der Firmen-Kooperation HC Hagemann und Eggers-Umwelttechnik verkürzten das Becken um etwa 60 Meter und verbreiterten es im Norden um rund 30 Meter. Sie baggerten rund 30000 Kubikmeter Boden aus. Aus etwa 650 Tonnen Material bauten sie eine neue Ufereinfassung, setzten dazu 300 Betonfertigteile ein, die ein Einzelgewicht von bis zu 20 Tonnen aufweisen und verlegten Steine mit einem Gewicht von 20000 Tonnen.

Erstmals in der einhundertjährigen Geschichte des Hafens führt nun eine Promenade um das Becken herum. Neu ist eine massive Quermole an der Elbseite, die den Hafen vor den Sog- und Schwellwirkungen des Wassers schützen soll. Auch die nächtliche Beleuchtung gab es bisher noch nicht.

Über die Promenade dürfen Bürger jetzt flanieren. Für den Schiffsverkehr war der Hafen aber gestern nur ausnahmsweise in Betrieb, sagte Stadtsprecherin Stefanie Bossen. An der Kaimauer hatten Traditionsschiffe angelegt, die das Becken erst mit Beginn der Saison 2016 regelmäßig anlaufen dürfen. Noch sucht die Stadt einen Hafenbetreiber.

Als nächster Schritt soll bis 2017 die Ostseite umgestaltet werden. In die Hochwasserschutzmauer an der Hafenstraße sollen zusätzliche Öffnungen eingelassen werden. Am Hafenkopf soll ein Hotel errichtet und ein öffentlicher Platz angelegt werden. Albig zufolge gibt es interessierte Investoren.

Die Bauzeit hatte sich zum einen durch Arbeiten des Kampfmittelräumdienstes verzögert. Zudem tauchte beim Ausbaggern viel Bauschutt und kontaminierter Boden auf. Das trieb die Kosten von geplant 16,6 Millionen Euro auf 20,6 Millionen Euro hoch.

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erstellt am 22.Okt.2015 | 20:34 Uhr

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