Feuerwehren proben den Ernstfall : Was, wenn Langes Tannen brennt?

Wasser marsch! Gewässert wurde der Wald von Langes Tannen. Er war als Übungsobjekt ausgeguckt worden. Mehrere hundert Meter Schlauch mussten dafür verlegt werden.
Wasser marsch! Gewässert wurde der Wald von Langes Tannen. Er war als Übungsobjekt ausgeguckt worden. Mehrere hundert Meter Schlauch mussten dafür verlegt werden.

Gemeinschaftsübung für Wehren aus Uetersen, Heidgraben, Groß Nordende und Neuendeich

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12. September 2019, 16:00 Uhr

Sind die hiesigen Feuerwehren für einen Waldbrand gerüstet? Was, wenn mehrere Hektar Bäume und Unterholz in Flammen stehen? Dieses Szenario war Ausgangspunkt einer groß angelegten Übung der Feuerwehren aus Uetersen, Heidgraben, Groß Nordende und Neuendeich.

Dienstabend in Uetersen. Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge fahren auf das Gelände der Rosenstädter Wehr an der Heidgrabener Straße. Die Uetersener Kameraden sind schon da. Es folgen Einsatzwagen aus Heidgraben, Neuendeich und Groß Nordende.

Auch dieser Generator der Feuerwehr wurde zur Stromerzeugung benötigt. Licht musste her. Schließlich war es dunkel, insbesondere im Wald, der Ort der Feuerwehrübung.
Klaus Plath
Auch dieser Generator der Feuerwehr wurde zur Stromerzeugung benötigt. Licht musste her. Schließlich war es dunkel, insbesondere im Wald, der Ort der Feuerwehrübung.
 

Nach kurzer Einführung in den Ablauf der Übung setzten sich zirka zehn Fahrzeuge in Bewegung. Ziel: Der Wald von Langes Tannen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Uetersener Feuerwache. Der sollte brennen. Taktik und Technik mussten jetzt miteinander harmonieren.


Im Wald gibt es keine Hydranten

Im Wald gibt es keine Hydranten. So galt es, mehrere hundert Meter Schlauch auszurollen.
Muskelkraft war angesagt. Die Schläuche mussten per Hand abgerollt werden, den Anhänger galt es dafür über unbefestigte Wege in den Wald zu schieben.
Klaus Plath
Muskelkraft war angesagt. Die Schläuche mussten per Hand abgerollt werden, den Anhänger galt es dafür über unbefestigte Wege in den Wald zu schieben.
 

Und weil auch in unmittelbarer Umgebung kein auskömmliches Wassernetz existiert, das im Ernstfall angezapft werden könnte, war im Vorfeld der Übung vom Baubetriebshof der Stadt am Waldesrand ein großer Container aufgestellt worden. Dieser wurde mit Wasser befüllt, bildete so ein Reservoir, das nun fleißig angezapft werden konnte.

Es sprudelt kräftig. Gerade wird der Container mit frischem Wasser versorgt. Dieser Schlauch holt es wieder raus. Es wird als Löschwasser im Wald benötigt.
Klaus Plath
Es sprudelt kräftig. Gerade wird der Container mit frischem Wasser versorgt. Dieser Schlauch holt es wieder raus. Es wird als Löschwasser im Wald benötigt.
 

Gewässert wurde der Spielplatz inmitten des Waldes. Doch Vollgas geben konnten die Feuerwehren dabei nicht. Hätten sie es getan, wäre das Wasser im Container binnen Minuten verzehrt worden, obwohl die erste Befüllung zirka 7000 Liter betragen hatte. Im Pendelverkehr wurde zudem neues Nass herangefahren. Diese Aufgabe war den Gruppen der drei großen wasserführenden Uetersener Großfahrzeuge übertragen worden. Jeweils etwa 2000 Liter Wasser fassen deren Tanks.

Die Bekämpfung eines Waldbrands hätte weit mehr Equipment erforderlich gemacht, war nach Übungsende das Fazit der Feuerwehrführung. Bei einem echten Einsatz dieser Größenordnung müssten somit weit mehr Feuerwehren eingebunden werden. Unterstützung bekämen die Uetersener aber auch von Landwirten, die dann ihre großen Gülletanks zur Verfügung stellen. Die Technik der Containerbefüllung würde aber wohl auch dann angewandt.

ach Abschluss der Übung trafen sich die Kräfte in der Uetersener Wache zur Manöverkritik, um gemeinsam zu essen.

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