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Berufsorientierung : Was Mädchen und Jungs Spaß bringt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gina und Leonie wollen sich nach der Schulzeit zwar zu Erzieherinnen ausbilden lassen. Aber die Gelegenheit, eine Computer-Numerical-Control-(CNC-) Fräsmaschine einmal selbst zu bedienen, ließen sich die Neuntklässlerinnen gestern nicht entgehen. „Das bringt Spaß“, sagte Leonie (15). Das Gerät steht in einem zweistöckigen Info-Truck mit einer Fläche von 80 Quadratmetern, den Ralf Abromeit und Rainer Zellmer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln gestern erstmals in Moorrege an der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg aufstellten. Bis heute informieren sie darin etwa 180 Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 über Berufe der Metall- und Elektro-Industrie.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 19:49 Uhr

In dieser Branche arbeiten inzwischen mehr als fünf Millionen Beschäftigte. „Die Metall- und Elektro-Berufe sind der Motor der deutschen Industrie“, sagte Ralf Abromeit. Mit dem Info-Truck will das Institut auch das Interesse der Mädchen gewinnen.

In der unteren Etage können die Schüler sechs Maschinen ausprobieren: Neben dem CNC-Gerät steht eine Speicher-Programmierbare-Steu-erung (SPS) von Siemens. Die Jugendlichen sollen versuchen, damit Fahrstühle zu bewegen. Mit einem manuell gesteuerten Pneumatikmodell sollen sie einen Deckel auf ein Gehäuse setzen – und feststellen, dass dieser Vorgang zehnmal länger als in einem automatisierten Verfahren dauert.

An einem Platz sollen sie elektronische Schaltkreise aufbauen. Ganz ohne Elektronik kommt ein Versuchsaufbau aus, bei dem sie eine Platte auf vier Gewindestäbe stülpen und mit Hilfe von Muttern horizontal ausrichten sollen. Zudem gilt es, den Unterschied verschiedener Elektro-Stecker kennen zu lernen.

Im Obergeschoss können die Besucher an einem eineinhalb Quadratmeter großen Multi-Touch-Table virtuell ein Unternehmen der Metall- und Elektrobranche erkunden.

33 Neunt- und rund 70 Zehntklässler werden die Schule im Sommer verlassen. Die meisten fänden in der Regel Ausbildungsplätze oder steuerten das Abitur an, berichtete der Lehrer Tobias Führmann. Der Truck stand in der vergangenen Woche an der Klaus-Groth-Schule.

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