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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 21:16 Uhr

Neujahrsempfang : Was ist ein Leistungsträger?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Natürlich musste der FDP-Kreisvorsitzende Günther Hildebrand auf die Ergebnisse der Kommunalwahl des vergangenen Jahres eingehen und fand auch klare Worte für das bekannte schlechte Ergebnis: „Ernüchternd“, nannte Hildebrand das Ergebnis und wies nicht zu unrecht darauf hin, dass die Wähler zwischen Bundespolitik und Kommunalpolitik und vor allem aber auch nicht vor Bundestags- und Kommunalwahlen differenzierten. Kaum stehe die Bundes-FDP schlecht da, übertrage sich jener Wählerschwund auch immer gleich auf die Ergebnisse der Kommunalwahlen. „Ich wünsche mir, dass die Wähler in Zukunft genauer hinsehen und nicht alle Ortsvereine in Sippenhaft nehmen, nur weil es im Bund nicht klappt“, so Hildebrand. Zum Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl sagte Hildebrand nur, es sei „historisch“ und zum Teil auch selbst verschuldet.

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erstellt am 28.Jan.2014 | 22:01 Uhr

Dann war es aber auch genug mit der Selbstreflektion und der stellvertretende Landesverbandsvorsitzende Bernd Buchholz ergriff das Wort und kritisierte insbesondere die Rahmenbedingungen der sogenannten Energiewende. „Das ist ein staatlich vorgegebenes Preissystem, was man im Grunde mit dem Wort Planwirtschaft bezeichnen würde“, so Buchholz. Die Konkurrenz der unterschiedlichen regenerativen Energiearten untereinander zu gewährleisten, sei das Gebot der Stunde. Besonders an jenem Beispiel sehe man, wie sehr eine marktwirtschaftliche Kraft im Deutschen Bundestag fehle, sagte Buchholz.

Hauptrednerin des Abends war die Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft, Katja Suding. Zu Beginn ihrer Rede stellte sie fest, dass die FDP es offenbar versäumt habe, den Wählern klarzumachen, wie man den Begriff des „Leistungsträgers“ innerhalb der Partei überhaupt definiere. Denn keineswegs sei das Wort für die FDP ein Synonym für Menschen mit hohen Einkommen oder einflussreichen Führungspositionen. Vielmehr verstehe man darunter beispielsweise diejenigen, die Verantwortung für sich und ihre Familien übernähmen und dafür auch hart arbeiteten. Ebenfalls aber auch Menschen, die ihren Feierabend in Abendschulen zubrächten, um noch bessere Zukunftschancen zu haben. Aber auch die Großmutter, die abends ihre Enkel hütet, während ihre alleinerziehende Mutter den Familienunterhalt sichert. Und insbesondere aber auch der Handwerker mit ein paar Angestellten, der sich für den Erhalt der Arbeitsplätze in seinem Unternehmen einsetzt.

Selbst die Erwerbslosen, die sich die Finger wund schrieben und alles unternähmen, um wieder in Lohn und Brot zu kommen, zählte Suding zum erlauchten Kreis der Leistungsträger nach FPD-Definition.

Das Versäumnis, eben jene großen Personengruppen anzusprechen, die im Fokus der FDP stünden, kostete die FDP vergangenes Jahr dann auch zu viele Wählerstimmen. „Ich hoffe, das wird uns nicht wieder passieren“, so Katja Suding.

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