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Konzert : Was fängt mit „M“ an und klingt gut?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Beide fangen mit „M“ an, und die Geburten ihrer Schöpfer liegen 100 Jahre auseinander. Das ist aber nicht das einzige, was „Märchen und Messias“ verbindet. Der Hamburger Journalist und Pastor Uwe Michelsen sowie die Sopranistin Daniela Specker aus Sülfeld (Kreis Segeberg) führen am Sonntag,

20. Januar, in Haseldorf ein Programm unter diesem Titel auf. Michelsen wird in der Sankt-Gabriel-Kirche Märchen der Gebrüder Grimm vortragen, Specker dazu Arien aus dem Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel singen. Der Haseldorfer Kirchenmusiker Jörg Dehmel begleitet sie an der Orgel.

Märchen und Messias? „Ich bin auch gespannt, was das miteinander zu tun hat“, sagte Dehmel unserer Zeitung und lachte. Michelsen räumte ein: „Eigentlich überhaupt nichts.“ Bei näherer Betrachtung ergäben sich aber doch viele Gemeinsamkeiten, so das EKD-Ratsmitglied.

Die Idee zu dem Programm kam dem 64-Jährigen, weil die Grimmschen Märchen am 20. Dezember 200 Jahre alt

geworden sind. Dieses Jubiläum wird bis September mit mehr als 200 Veranstaltungen entlang der Deutschen Märchenstraße, die von der Grimm-Stadt Hanau bis zu den Bremer Stadtmusikanten reicht, gefeiert. Die Intendantin des Festprogramms „Grimm 2013“, Maren Matthes, rechnet mit mehr als 100000 Besuchern.

Auch Michelsen und Specker wollen ihren Beitrag leisten. Seit 2005 führten sie etwa 20 Literatur-Musik-Programme auf. Bei der Vorbereitung auf das Grimm-Jahr stießen sie auf Händel. „Er ist 100 Jahre vor Jacob Grimm geboren. Warum also nicht den Messias und die Märchen kombinieren?“, so Michelsen.

Natürlich sei der „Messias“ alles andere als ein Märchen, erzählt das Oratorium doch die christliche Heilsgeschichte. Aber: „Die Märchen sind größtenteils sehr fromm“, betonte der Theologe. Die Geschichte „Von dem Fischer un syner Fru“ könne mit dem Thema Habsucht aus der Bibel stammen. „Die Bremer Stadtmusikanten“ lehrten die Achtung vor dem alten Menschen. Dem Märchen „Die zwölf Brüder“ wohne der Erlösungsgedanke inne. Abgesehen von diesen Titeln wird Michelsen in Haseldorf auch den „Froschkönig“ rezitieren und über die Entstehung der Werke sprechen. Specker singt dazu die Arien „Comfort Ye“, „Ev’ry Valley“, „Rejoice greatly“, „How beautiful are the feet“ und „If God be for us“. Mit einer anderen Auswahl von Märchen und Arien brachte das Duo das Programm bereits im Dezember in Sülfeld auf die Bühne.

Beginn in Haseldorf ist um 18 Uhr. Der Eintritt beträgt zehn Euro. Kinder dürfen kostenlos zuhören.

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erstellt am 13.Jan.2013 | 20:01 Uhr

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