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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 05:55 Uhr

Einladung : Was bringt Tornesch eine Fusion?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Ratsfrauen und Ratsherren der Tornescher SPD werden sich am Dienstag, dem 17. September, den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Fusion Tornesch-Uetersen stellen und ihre Position gegen eine Fusion erläutern. Die Veranstaltung ohne große Reden, aber mit ausgiebigem Gedankenaustausch beginnt um 19.30 Uhr im AWO-Café Kleiner Friedrich.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 21:50 Uhr

Am Tag der Bundestagswahl, 22. September, sind die Wahlberechtigten ab vollendetem 16. Lebensjahr in Tornesch und Uetersen aufgerufen, in einem Bürgerentscheid die Frage zu beantworten, ob sich die Städte Tornesch und Uetersen zum 1. Januar 2015 zu einer neuen Stadt vereinigen sollen.

Die Tornescher Ratsversammlung mit SPD-Stimmenmehrheit empfiehlt die Fusion nicht. In der Begründung, die den Tornescher Wahlberechtigten zum Bürgerentscheid mit den Wahlbenachrichtigungskarten zugegangen ist, heißt es unter anderem, dass aus Sicht der Ratsversammlung „ ... beachtliche Vorteile für die Tornescher Bürgerinnen und Bürger nicht ersichtlich sind“. Die Tornescher Sozialdemokraten wollen in ihrer Veranstaltung, zu der sie alle Interessenten einladen, unter anderem die Frage erörtern, ob die Fusion den Torneschern Vorteile bringt oder ob im Grunde nur die Uetersener profitieren würden. „Ende 2010 unternahm Bürgermeister Krügel den nunmehr dritten Anlauf zu einer Fusion der Städte Uetersen und Tornesch. Vollmundig ging er unter anderem mit der Ankündigung, mit dem Zusammenschluss der Städte 1 Million Euro einsparen zu wollen, an die Öffentlichkeit und brachte so eine breite Diskussion in Gang. Diese wurde insbesondere von der CDU und der FDP weiter angefacht, während sich die Tornescher Sozialdemokraten als einzige Partei frühzeitig gegen eine Fusion ausgesprochen haben“, bringt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Ratsherr Manfred Mörker in Erinnerung.

Und er stellt fest, dass sich drei Jahre später die Fusionsbegeisterung merklich abgekühlt habe. Von der „schönen Illusion“ eines Unterzentrums mit Teilfunktion eines Mittelzentrums habe man sich verabschieden müssen, und das in Auftrag gegebene Gutachten habe deutlich gezeigt, dass von 1 Million Einsparung nicht die Rede sein könne. „Alles eine große Luftnummer? Kann man eine Städtehochzeit einfach so am Grünen Tisch per Gutachten herbeizaubern oder muss das Brautpaar nicht auch zumindest ein klein wenig Zuneigung für einander empfinden?“, fragt Manfred Mörker. Und er fragt auch: „Wollen die Menschen in unserer Stadt die Fusion oder sind es nicht nur einige Wenige, die die Fusion herbeireden wollen?“ Auch diesen Fragen wollen die Sozialdemokraten am 17. September in der offenen Diskussion mit Bürgern nachgehen.

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