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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 17:39 Uhr

Info-Besuch : Warum gibt es keinen Schulapfel?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn es um Innovatinen im Obstanbau geht, ist man auf dem Hof Deekenhörn immer ein paar Schritte voraus. Seniorchef Georg Kleinwort – der Hof wird mittlerweile von Sohn Raimond bewirtschaftet – verfügt nicht nur über eine 40-jährige Erfahrung, sondern weiß auch als Beisitzer des Kreisbauernverbandes, wo seinem Berufsstand der politische Schuh drückt.

Und so hatten sich der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann und der Landtagskandidat Thomas Hölck für einen Informationsbesuch mit der Bundestagsabgeordneten Elvira Drobinski-Weiß (alle SPD) das Obstgut Kleinwort ausgesucht.

„Es wäre gut, wenn für uns die gleichen Wettbewerbsbedingungen gelten würden wie für unsere ausländischen Konkurrenten“, kritisiert der Haselauer. Das gelte zum Beispiel für die Bedingungen unter denen außerhalb Europas produziert werde. Zudem moniert Kleinwort, dass es bei den Pflanzenschutzmitteln keine einheitlichen Regeln in der EU gebe. „In Deutschland muss man immer noch eins drauf setzen auf die Richtlinien aus Brüssel“, so der Obstbauer aus Passion.

Thema Elbvertiefung: „Die Versalzung des Flusswassers macht uns Sorgen“, erklärt der Marschmer. Wenn im Frühjahr Frost droht, wird die Blüte durch Verregnung geschützt. Dabei kommt auch Elbwasser zum Einsatz. Die Salz-Süßwasser-Grenze liegt derzeit bei Glückstadt und wird infolge der Baggeraktion weiter elbaufwärts wandern. „Egal, welche Landesregierung es nach dem 5. Mai gibt“, so Thomas Hölck, „gehe ich davon aus, dass Schleswig-Holstein nur sein Einvernehmen zur Elbvertiefung gibt, wenn die Versalzung ausgeschlossen ist.“

Im Sande verlaufen seien alle Aktionen, Jungen und Mädchen den Apfel über die Verteilung von Schulobst nahe zu bringen, so Kleinwort. „Das ist an den Schulen gescheitert“, erklärte er. Rossmann möchte sich angesichts von immer mehr Ganztagsschulen mit Mensabetrieb für neuerliche Versuche einsetzen.

Beeindruckt zeigte sich Elvira Drobinski-Weiß – in der Familie der Breisgauerin wird Landwirtschaft betrieben – vom integrierten Obstanbau in der Marsch. „Hier wird Qualität geboten“, so die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

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erstellt am 13.Mär.2012 | 21:05 Uhr

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