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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 07:18 Uhr

Schulauer Hafen : Warten auf den Umbau

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Von heute an und bis voraussichtlich 3. April wird im Schulauer Hafen gearbeitet. Mit einem Spezialschiff werden etwa 27000 Kubikmeter Sediment umgelagert. Die Maßnahme dient unter anderem der Vorbereitung des Hafenumbaus, der 2013 abgeschlossen sein soll.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2012 | 21:19 Uhr

Trostlos sieht es derzeit an der Wasserfront in Schulau aus. Wo sonst schicke Segelschiffe dümpeln, herrscht wenig frühlingshafte Ödnis. Von Saisoneröffnung keine Spur. Die alten Dalben sind verschwunden, ebenso der Schwellschutz, Bäume wurden gefällt. Ein Flatterband ist der einzige Hinweis, dass hier möglicherweise Größeres geplant ist. Ab heute gehört das Hafenbecken der Wasserbaugesellschaft Bremen mbH (Brewaba), die mit ihrem Spezialschiff „Odin“ wie in den vergangenen Jahren auch Unterhaltungsarbeiten durchführt. Der Schlick wird nicht etwa ausgebaggert, da er als Sondermüll gilt und mit entsprechend hohem finanziellen Aufwand entsorgt werden müsste.

Stattdessen wird das sogenannte Wasserinjektionsverfahren angewendet. Dabei werden die Sedimente aufgewirbelt und durch die Strömung bei ablaufendem Wasser in die Elbe transportiert. Sollen die natürlichen Gegebenheiten optimal ausgenutzt werden, ist das Zeitfenster für die Arbeiten abhängig von den Flutperioden. Deshalb wird auch in den Abend- und Nachtstunden gearbeitet.

Der Aus- und Umbau des Schulauer Hafens ist das Herzstück des großen Städtebauprojektes „Maritime Meile“, durch das die attraktive Lage der Stadt an der Elbe weiter aufgewertet werden soll. Der Schulauer Hafen war in der Vergangenheit wegen der zunehmenden Verschlickung für Sportboote kaum noch nutzbar, die Erholungs- und Freizeitqualität dadurch erheblich eingeschränkt. Das soll sich nun ändern.

Die Pläne einer Arbeitsgemeinschaft sehen unter anderem am Hafenkopf einen freien Platz mit Blick auf die Elbe vor, dazu Platz für neue Gebäude. Das Becken, dessen geschwungene Form erhalten bleibt, das aber leicht verkürzt und verbreitert werden soll, wird von einer neuen Kaimauer eingefasst. Das Flutschutztor könnte verlegt und durch Kasematten mit Platz für neue Geschäfte ersetzt werden. Das alte Hafenmeisterhaus soll integriert werden. Noch sind die politischen Beratungen über das mehrere Millionen teure Projekt allerdings nicht abgeschlossen.

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