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Busfahrer legten gestern Arbeit nieder : Warnstreik kam überraschend

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Pendler und Fahrschüler waren richtig sauer. Sie wurden gestern von einem Warnstreik im Tarifbereich des Omnibus Verband Nord, dem auch die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) angehört, überrascht. Nur wenige waren vorab von der Arbeitsaussetzung im ÖPNV eingeweiht worden. Die Uetersener Nachrichten hatten davon erfahren und die Leser so darauf aufmerksam machen können. Der Streik, initiiert von der Gewerkschaft „ver.di“ dauerte den gesamten Tag an. Ob es weitere Warnstreiks während der aktuell laufenden Tarifverhandlung gibt, ist nicht bekannt, jedoch nicht ausgeschlossen.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2015 | 21:36 Uhr

Dass sich Gewerkschaft und Arbeitgeberseite schnell einigen werden, darf angesichts der klaffenden Lücke zwischen der Forderung der Arbeitnehmerseite (plus 1,50 Euro/Stunde) und dem Angebot der Arbeitgeberseite (3 Eurocent für 2015 und 19 Eurocent für die Jahre 2016 und 2017 pro Stunde im Fahrdienst) bezweifelt werden.

Worum geht es „ver.di“? In einer Pressemitteilung der Dienstleistungsgewerkschaft heißt es, dass man sich von der Arbeitgeberseite nicht abspeisen lassen wolle. Die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr werteten das Angebot der anderen Seite als „völlig ungenügend“.

Die Arbeitgeberseite möchte über eine Tariflaufzeit von drei Jahren verhandeln. „Ver.di“ sagt dazu, dass dieses Vorhaben das Risiko von Preissteigerungen vollständig auf den Arbeitnehmer verlagere. „In Anbetracht der Turbulenzen in Europa und der gesamten Weltwirtschaft können überhaupt keine seriösen Vorhersagen über zukünftige Preissteigerungen gemacht werden“, heißt es. Ver.di stützt sich dabei auf Aussagen „führender Volkswirtschaftler“. Man wolle die Arbeitgeberseite nicht in dem Glauben belassen, die Arbeitnehmer (Fahrer und Werkstattmitarbeiter) seien mit dem Angebot zufrieden und rufe daher zu diesem geheim gehaltenen Warnstreik auf. Insbesondere sollte die Arbeitgeberseite keine Chance haben, zu reagieren und zum Beispiel Ersatzbusse zur Verfügung zu stellen, bestückt mit Fahrern anderer Tarifbereiche.

Die KViP-Geschäftsleitung bedauert den Warnstreik von dem man selbst erst gestern Morgen erfahren habe. Die Kreisverkehrsgesellschaft habe über Twitter und den HVV informiert, sagte Birgit Reinheimer, Prokuristin der KViP.

Uetersen. Pendler und Fahrschüler waren richtig sauer. Sie wurden gestern von einem Warnstreik im Tarifbereich des Omnibus Verband Nord, dem auch die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) angehört, überrascht. Nur wenige waren vorab von der Arbeitsaussetzung im ÖPNV eingeweiht worden. Die Uetersener Nachrichten hatten davon erfahren und die Leser so darauf aufmerksam machen können. Der Streik, initiiert von der Gewerkschaft „ver.di“ dauerte den gesamten Tag an. Ob es weitere Warnstreiks während der aktuell laufenden Tarifverhandlung gibt, ist nicht bekannt, jedoch nicht ausgeschlossen.

Fahrdienst:so lauten die Angebote der Arbeitgeber im ÖPNV 2015 + 0,24%, 3 Cent/Stunde 2016 + 1,40%, 19 Cent/Stunde 2017 + 1,40%, 19 Cent/Stunde 2018 + 1,90%, 26 Cent/Stunde Werkstatt: 2015 + 0,24%, 3 Cent/Stunde 2016 + 1,40%, 20 Cent/Stunde 2017 + 1,40 %, 20 Cent/Stunde 2018 + 1,90%, 28 Cent/Stunde

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