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Nach Brand im Esinger Moor : War es der Feuerteufel?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit vier Jahren brennt es regelmäßig im Esinger Moor. Tornescher Wehrführer glaubt nicht mehr an Zufall.

Tornesch | Immer wieder hat es im Esinger Moor im Norden Torneschs in den vergangenen Jahren gebrannt. Auffällig dabei: Das Gebiet, in dem die Flammen lodern, ist immer das selbe. Zudem ertönt der Alarm stets am frühen Nachmittag. An Zufall will der Tornescher Wehrführer Dirk Lolies deswegen nicht mehr glauben. Doch die möglichen Täter zu finden, stellt sich als schwierig dar, das zeigen nicht zuletzt die seit Jahren ergebnislosen Ermittlungen der Polizei.

Der jüngste Vorfall hat sich am Dienstagnachmittag ereignet. Am Jägerweg brannte es auf rund zwei Hektar an mehreren Stellen (wir berichteten). 32 Feuerwehrkräfte, 5000 Liter Wasser, mehrere Feuerpatschen und rund zwei Stunden Arbeit brauchte es, um sämtliche Glutnester zu ersticken. Dabei seien die Brände noch glimpflich verlaufen, berichtete Lolies. Der feuchte Untergrund im Moor habe Schlimmeres verhindert.

Mit dem Feuer am Dienstag ist es das vierte Jahr in Folge, in dem es in dem Gebiet Jägerweg/ Heideweg brennt. Drei bis vier Einsätze sind es pro Jahr. Je nach Witterung habe es jeweils  spätestens Ende April zum ersten Mal gebrannt, so Lolies. Der Alarm ertöne immer am frühen Nachmittag. Zudem brenne es stets an mehreren Stellen, eine Selbstentzündung sei somit unwahrscheinlich, so Lolies.

Also Brandstiftung? „Die Vermutung liegt nahe“, sagt der Wehrführer. Doch beweisen ließe sich das noch nicht. Einen möglichen Brandstifter auf frischer Tat zu ertappen, sei zudem schwierig, da das Gebiet sehr groß sei. Das mag auch ein Grund dafür sein, warum die Polizei während ihrer Streifenfahrten in dem Gebiet noch keinen möglichen Täter angetroffen hat. Zum aktuellen Fall ermittelt die Kriminalpolizei Pinneberg.

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erstellt am 06.Apr.2017 | 14:00 Uhr

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