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Uetersener Nachrichten

22. November 2017 | 19:43 Uhr

Fussball : Wantia: „Oben mitspielen!“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie die UeNa bereits berichtete, ist Chris Wantia seit dem 1. Dezember neuer Liga-Manager der 1. Herren des TSV Uetersen. Bei den Rosenstädtern, die in der Landesliga als Tabellen-Siebter überwintern, folgte Wantia auf Roland Laut, der sich aus beruflichen Gründen zurückzog.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2011 | 20:43 Uhr

„Ich bedauere diesen Schritt sehr, aber der Beruf hat nun einmal Vorrang“, sagte Laut dazu. Wantia war bis zum Mai 2011 vier Jahre lang beim FC Teutonia 05, einem Staffel-Rivalen der Uetersener, tätig. Nach dem Ende der vergangenen Saison trat Wantia beim Klub von der Altonaer Kreuzkirche zurück, nachdem mehrere Teutonia-Spieler in einem Internet-Portal ihren Coach Joachim Dankowski denunzierten und der Vorstand zunächst auf eine öffentliche Richtigstellung verzichtete.

Nach einer halbjährigen Pause war Wantia nun daran interessiert, eine neue Aufgabe zu übernehmen. Den Kontakt zu Uetersen stellte TSV-Trainer Jörn Borstelmann her: „Ich kenne Wantia gut, weil ich mit meinem vorherigen Verein SuS Waldenau mehrmals am Mercado-Cup, einem sommerlichen Vorbereitungsturnier von Teutonia 05, teilgenommen habe“, so Borstelmann. Als der Coach nun im Herbst hörte, dass Laut seine Arbeit im Rosenstadion aufgeben wird, erinnerte er sich an Wantia: „Ich habe unseren Vereinsverantwortlichen gesagt, dass ich jemanden kenne, der für das Amt infrage kommen würde“, so Borstelmann.

Die Details klärte dann Arne Hennings, der selbst lange Jahre Liga-Obmann beim TSV war und nun als „Koordinator Leistungsfußball“ fungiert. Wantia weilte zuletzt noch im Dänemark-Urlaub, ehe er sich mit vollem Elan in seine neue Aufgabe als Liga-Manager des TSV stürzte. Zudem nahm sich Wantia Zeit für ein Interview ... Uetersener Nachrichten: Wie kam es zu Ihrem Engagement beim TSV Uetersen? Chris Wantia: „Ich kenne TSV-Trainer Jörn Borstelmann schon einige Jahre, unter anderem durch den Mercado-Cup. Zuletzt haben wir uns in der Hinrunde häufiger bei Spielbeobachtungen getroffen und unterhalten. Einige Zeit später wurde ich dann vom Vorstand des TSV Uetersen kontaktiert.“

UeNa: Sie wohnen in Hamburg – sind Ihnen die Fahrten nach Uetersen auf die Dauer nicht zu weit?

Wantia: „Nein, überhaupt nicht! Ich wohne in Lurup sehr nah an der Grenze zu Schenefeld und bin schnell auf der LSE. So habe ich nur etwa 20 Minuten Fahrtzeit – in die Hamburger Innenstadt würde ich länger unterwegs sein.

UeNa: Wie gut kennen Sie den TSV Uetersen, der ja in der vergangenen Saison auch ein Gegner Ihres damaligen Vereins FC Teutonia 05 war, denn schon? Wantia: „Seit dem Mai 2011 habe ich pro Wochenende etwa zwei bis drei Spiele beobachtet, unter anderem auch vier oder fünf Partien von Uetersen. Und ich kenne den Verein auch durch die Spiele mit Teutonia 05 gegen Uetersen in den letzten vier Jahren. In den nächsten Wochen hat es für mich natürlich absolute Priorität, die Mannschaft und das Umfeld schnell besser kennenzulernen!“

UeNa: Was für Ziele peilen Sie kurz- und langfristig mit dem TSV an? Wantia: „Die Hinrunde ist, auch wenn vor der Saison ein Umbruch stattgefunden hat, sicher nicht zufriedenstellend verlaufen. Da war ohne Frage der eine oder andere Punkt mehr drin: Oft wurde nur ein Unentschieden erreicht, obwohl ein Sieg möglich gewesen wäre. Ziel für die Rückrunde muss sein, die Chancenauswertung zu verbessern – der Rest kommt dann von allein. In der Vergangenheit war es immer der Anspruch in Uetersen, in der Landesliga oben mitzuspielen, und das ist auch mein langfristiger Anspruch. Und mich persönlich würde die Oberliga Hamburg natürlich reizen: Dort möchte ich gerne einmal weitere Erfahrungen sammeln!“

UeNa: Der FC Elmshorn wird wohl Meister in der Hammonia-Staffel werden. Wen sehen Sie auf den beiden Plätzen dahinter, die ja in dieser Saison ebenfalls zum Aufstieg berechtigen könnten?

Wantia: „Ob Elmshorn tatsächlich Meister wird? Der SV Lurup ist da nicht zu unterschätzen ... Aber diese beiden Teams werden definitiv auf den ersten beiden Plätzen einlaufen. Dahinter werden sich drei bis vier Mannschaften um Platz drei streiten.“ UeNa: Wie denken Sie, nach mittlerweile mehr als einem halben Jahr Abstand, über Ihren Abschied von Ihrem Ex-Verein Teutonia 05?

Wantia: „An der Kreuzkirche hatte ich vier schöne, aber auch sehr anstrengende Jahre. Ich habe zahlreiche Erfahrungen gesammelt, die ich nicht missen möchte, auch wenn einige menschliche Enttäuschungen dabei waren – aber so ist eben das Geschäft. Und bezüglich meines Abschiedes kann ich nur sagen: Ich würde es genauso wieder tun!“

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