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Amtsdirektor : Walter Rißler: „Ich mache weiter“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Amtsvorsteher Walter Rißler (CDU) sieht keinen Grund, nach seiner Niederlage um die Einführung eines Amtsdirektors persönliche Konsequenzen zu ziehen. „Ich mache weiter“, erklärt er auf UeNa-Anfrage. Mit 17 zu sechs Stimmen beschloss der Amtsausschuss am Freitagabend im Neuendeicher Dörpshus die Reform der Amtsspitze. Dagegen hatte sich der Holmer Bürgermeister, unterstützt von den Parteifreunden aus seinem Dorf, immer vehement gestemmt.

Er habe die Entscheidung zu akzeptieren, sagt Rißler. Von dem Ergebnis der geheimen Abstimmung scheint er überrascht worden zu sein, denn er hatte „mehr erwartet“. Im Vorfeld seien andere Aussagen gemacht worden, so der Amtsvorsteher. Im Frühjahr hatten noch alle CDU-Ortsverbände mit der Ausnahme der Appener ihre Unterstützung Rißlers während eines Geheimtreffens in Holm zugesichert.

Zum 1. April soll der Wechsel vonstatten gehen. Rißler hat dann nur noch repräsentative Aufgaben und leitet die Sitzungen des Amtsausschusses. Abgesegnet werden muss die Reform allerdings noch von der Kommunalaufsicht des Kreises, berichtet der zweite Leitende Verwaltungsbeamte Frank Wulff.

Während der Sitzung des Amtsausschusses wurde auf Antrag aus Appen auf die Ausschreibung der Stelle des Amtsdirektors verzichtet. Der jetzige Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen wird damit Amtsdirektor. Dass es von der Kommunalaufsicht dazu noch ein negatives Votum gibt, erwartet Wulff nicht. Entscheidend sei die eindeutige politische Willensbekundung. Der Verzicht auf die Ausschreibung war dann einstimmig beschlossen worden. Walter Rißler als Amtsvorsteher sowie seine beiden Stellvertreter Hans-Peter Lütje (Appen) und Georg Plettenberg (Moorrege, beide CDU) bleiben im Amt.

Möglich wäre es allerdings, dass aus den Reihen des Ausschusses während der Sitzung im März – einen Termin gibt es noch nicht – eine Neuwahl beantragt wird. Dann müssten sich die drei dem Votum der Politik stellen. Gegenkandidaturen wären möglich.

Rißler sah sich bei der konstituierenden Sitzung des Amtsausschusses im August 2013 überraschend mit der Groß Nordender Bürgermeisterin Ute Ehmke (Gemeinschaft unabhängiger Bürger, GuB) einer Herausforderin gegenüber. Er setzte sich damals mit zwölf zu neun Stimmen bei zwei Enthaltung durch.

Amtsdirektor gewählt bis 2023 Während der Amtsausschusssitzung am vergangenen Freitag wurde bereits eine neue Hauptsatzung des Amtes Moorrege verabschiedet. Die Amtszeit des Amtsdirektors beläuft sich zukünftig auf acht Jahre, erklärt Frank Wulff, zweiter stellvertretender Verwaltungsbeamter der Behörde.

2023 müsste also das nächste Mal der hauptamtliche Verwaltungschef neu bestimmt werden. Die Stelle könnte ausgeschrieben werden. So die Politik mit ihrem Spitzenmann dann zufrieden ist, kann sie auch auf eine Ausschreibung verzichten und nur wählen. Mit dem 1. April 2015 hört der Finanz- und Personalausschuss, auch „Bürgermeisterrunde“ genannt, auf zu existieren, erklärt Wulff. Der hatte die Sitzungen des Amtsausschusses vorbereitet.

Im März muss ein Hauptausschuss gewählt werden. Der ist Dienstvorgesetzter des Amtsdirektors. Der Moorreger Hauptausschuss hat eine ähnliche Stellung wie sein Pendant in Uetersen zur dortigen Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD).

Sieben Mitglieder hat der Hauptausschuss. Zu erwarten ist, dass im März die Bürgermeister der sieben amtsangehörigen Gemeinden in das neue Gremium gewählt werden. (tp)

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erstellt am 24.Nov.2014 | 21:58 Uhr

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