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Besuch von Ralf Stegner : Wahlkampf in trauter Runde

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zu einer „sicher hochinteressanten Mitgliederversammlung“ mit dem Landesvorsitzenden Ralf Stegner hatte die Pinneberger SPD für Montag eingeladen. Dem Ruf des knapp 200 Köpfe zählenden Ortsvereins folgten genau 25 Gäste. Mehr als die Hälfte des „Großen Saals“ des VfL-Heims blieb leer.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2011 | 21:38 Uhr

In bordeaux-roter Cordhose, graukariertem Sacko und schwarzem Rolli schwor Stegner die Genossen auf den Wahlkampf ein und holte zum Hieb gegen die Landtagskandidatin der CDU im Wahlkreis Pinneberg, Natalina Boenigk, aus. „Ich bin sicher, dass du, Kai-Oliver Vogel, gewinnst. Das wäre ja noch schöner, wenn man sieht, wer gegen dich antritt“, sagte er zu dem SPD-Gegenkandidaten.

Die Position der Sozialdemokraten sei klar: „Die Linke verspricht den Menschen alles, was sie nicht halten können. Die Konservativen betrachten die Welt und wollen, dass sie so bleibt. Wir wollen sie verändern“, sagte Stegner und stellte vier programmatische Eckpunkte heraus. Umfragen hätten gezeigt, dass die Menschen eine gerechte Bildung, gute Arbeit, solide Finanzen und eine Energiewende verlangen, die den Wohlstand sichere. Investitionen in Kita-Plätze würden sich nach wenigen Jahren refinanzieren. Ein „ordentlicher“ Mindestlohn spüle einen zweistelligen Milliardenbetrag in die Sozialkassen. Es gelte, nicht nur Ausgaben zu kürzen, sondern auch Einnahmen und Strukturen zu verbessern: „Wir haben in Schleswig-Holstein zu viel Bürokratie.“ Die Energiewende müsse bezahlbar bleiben.

Nicht zuletzt trat Stegner für ein NPD-Verbot ein, betonte aber: „Es muss so gemacht werden, dass es klappt.“ In Spitzenpositionen hätten V-Leute nichts zu suchen. Sie seien aber unverzichtbar, um Kenntnis von Überfallplänen zu erhalten. Voraussetzung für einen Wahlsieg sei ein geschlossenes Auftreten. Das bedeute vor allem, in der Öffentlichkeit nicht schlecht über Parteikollegen zu reden.

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