zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 20:22 Uhr

Schulung : Vorlesen: Wertvolle Bildungsarbeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Studien bestätigen, dass regelmäßiges Vorlesen die Entwicklung von Kindern von ihrer Bindung in der Familie bis hin zu den schulischen Leistungen fördert. Im Jahr 2004 hat die ZEIT gemeinsam mit der Stiftung Lesen den bundesweiten Vorlesetag ins Leben gerufen. Am Freitag, dem 20. November, ist wieder bundesweiter Vorlesetag. Ziel ist, die Begeisterung am Lesen und Vorlesen zu wecken. Vorgelesen wird in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken und Buchhandlungen, aber auch an eher ungewöhnlichen Vorlese-Orten. Mehr als 80000 Vorleser, darunter Politiker und Prominente, griffen im vergangenen Jahr zu Büchern und lasen Kindern oder Erwachsenen daraus vor. In diesem Jahr sollen es 100000 Vorleser werden, die am Freitag ihre Freude am Lesen weitergeben.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2015 | 19:55 Uhr

Mit dabei werden auch die ehrenamtlichen Leselernhelfer (Mentoren) des Kreises Pinneberg sein. Sie sind im Verein Mentor – die Leselernhelfer Kreis Pinneberg e.V.

zusammengeschlossen und unterstützen regelmäßig Schulkinder der zweiten bis vierten Klassen beim Lernen des Lesens. 135 Mentoren sind dem Verein angeschlossen. Sie sind für ein Jahr lang einmal in der Woche für eine Stunde mit „ihrem“ Lesekind in der Grundschule zusammen, um die Lese- und Sprachkompetenz des Kindes zu fördern. Dabei arbeiten sie eng mit den Lehrkräften zusammen.

„Tornesch ist Mentor-Hauptstadt“, so Christiane Frese, Erste Vorsitzende des Vereins. An beiden Tornescher Grundschulen sind 20 Mentoren aktiv.

Regelmäßig kommen die Mentoren des gesamten Kreises zu Erfahrungsaustauschen und Schulungen zusammen. So wie jüngst bei einer Veranstaltung mit der ausgebildeten Märchenerzählerin und -therapeutin Susanne Fuchs im Saal des Tornescher Kirchenzentrums. Susanne Fuchs, die selbst als ehrenamtliche Mentorin und Koordinatorin der Mentoren an der Uetersener Birkenallee-Schule, wirkt, ging darauf ein, wie Märchen Sicherheit geben und den Wortschatz und die Sprachkompetenz fördern können. Sie trug ein südamerikanisches Märchen von einer Beutelratte, die eine Fledermaus werden wollte vor. Mit ihrem Vortrag, bei dem sie Sprache, Mimik und Gestik gekonnt einsetzte, gab sie den Mentoren Anregungen für das eigene Vorlesen.

„Mentoren müssen gut vorlesen können, damit die Phantasie der Kinder angeregt wird und sie selbst zum Buch greifen“, betont Christiane Frese. Denn Ziel der Mentoren ist, dass die von ihnen betreuten Kinder nicht nur besser lesen, aufmerksamer werden und sich konzentrierter am Unterrichtsgeschehen beteiligen, sondern auch die Freude am Lesen und die Neugierde auf Bücher zu wecken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert