zur Navigation springen

konzert im Herrenhaus : Von Uhren, die nicht versklaven

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zauberhaft und qualitativ wertvoll war das, was Janina Albrecht (Harfe) und Veronika Haker (Rezitation) ihren Zuhörern kürzlich im Herrenhaus des Museums Langes Tannen präsentierten.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 22:07 Uhr

Die beiden Künstlerinnen gestalteten liebevoll ein rund 90-minütiges Konzert, wobei es inhaltlich um das Thema Zeit ging. Und die ist schon eine philosophische Reise wert. Entsprechend interessant verlief der Abend. Die Zeit in Wort und Ton verlief, weil alles zudem sehr kurzweilig gehalten wurde, wie im Fluge.

22 Besucher hatten sich im großen Raum des Herrenhauses, im ersten Stock, eingefunden, um dort das Instrument Harfe kennenzulernen, was von Janina Albrecht meisterlich vorgestellt werden konnte. Mal untermalte sie die Worte von Veronika Haker, sonst auch als Sopran aktiv, mal interpretierte sie das Zeitliche ausschließlich musikalisch. Wie erfahren Menschen die Zeit? Was ist Zeit überhaupt? Wer das Konzert aufmerksam genug verfolgte, erhielt viele Antworten, auch poetische. Die Zeit eröffne die Möglichkeit, Erlebnisse erzählen zu können, sagte Veronika Haker. Auch darüber lohnte es sich nachzudenken.

Natürlich waren Uhren dabei. Zeitmesser in allen Facetten. Auch solche, die nicht gehen, die irgendwann stehen geblieben sind. Solche Uhren, erklärte Veronika Haker, seien eigentlich die schönsten Uhren. Denn sie vermögen den Menschen nicht zu beschränken, zu hetzen und zu versklaven. Funktionierende Uhren zwingen alle unter das Joch der Unselbstständigkeit. Wie wunderbar sind daher Uhren, die einfach stehen geblieben sind. . ?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert