Kreisjugendring : Von Freundschaft und Respekt

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Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat gestern überraschend die Einladung zum Neujahrsempfang des Kreisjugendringes (KJR) im Stammhaus in Barmstedt angenommen. Zusammen mit „Appen musiziert“-Initiator Rolf Heidenberger war er Ehrengast der Traditionsveranstaltung, zu der sich Spitzenvertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Vereinsleben trafen.

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11. Januar 2015, 21:18 Uhr

KJR-Vorsitzender Andreas Dirbach nutzte die Gelegenheit, um an die Jugendarbeit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu erinnern. „Verbandsjugendarbeit darf nicht zweitrangig sein“, sagte er. Es gehe nicht nur um Fallzahlen und die Frage, ob die Verbände wie der Kreisjugendring die vertraglich festgelegten operativen Ziele erreiche. „Es geht darum, dass Jugendliche Freiräume bekommen, in denen sie abseits schulischer Vorgaben mit viel Spaß für das Leben lernen können, in denen Ideale wie Freundschaft, Respekt und Toleranz vorgelebt und erlebt werden können“, so Dirbach.

10000 Übernachtungen weisen die Statistiken des KJR auch für das vergangene Jahr aus. Hinzu kommen unzählige junge und ganz junge Tagesgäste. „Damit und mit der Aktion Ferienpass haben wir die Verpflichtung gegenüber dem Kreis Pinneberg als unserem Partner über Soll erfüllt“, sagte Andreas Dirbach. Dennoch, so der KJR-Vorsitzende weiter, sei es nicht immer gelungen, „alles optimal hinzubekommen“. Damit spielte er auf die Entscheidung des Kreistages an, die finanzielle Unterstützung für die Netzwerkarbeit „Haus der kleinen Forscher“ im Kreis Pinneberg einzustellen. „Das hat uns enttäuscht, und diese Enttäuschung klingt nach.“

Dabei seien Investitionen in die Jugendarbeit immer richtig. Als positives Beispiel nannte Dirbach ein Treffen von 60 Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Pinneberg kurz vor dem Neujahrsempfang. Im Mittelpunkt stand der Austausch über Möglichkeiten, in den Vereinen und Verbänden eine Willkommenskultur zu schaffen.

„Es geht dabei vor allem darum, Begegnungen zu initiieren und Zeichen für das miteinander zu setzen.“ Dabei gehe es darum, Vorurteile gegenüber dem Fremden abzubauen und zu lernen, miteinander wie Freunde umzugehen. „Wenn wir es wollen, können wir in jedem Fremden, den wir kennenlernen, einen Freund entdecken“, sagte Andreas Dirbach. Die Antwort von Ministerpräsident Torsten Albig lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben.

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