Expansionskurs : Von den Apfeltagen zur -saison

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„Das ist eine Üppigkeit, wie wir sie noch nie hatten“, freut sich Norbert Jaedicke, Vorsitzender des Vereins „Tourismus in Marsch und Geest“. Während eines Pressegesprächs wurde der Flyer und das Programm der Holsteiner Apfeltage 2015 vorgestellt. Jaedicke hob dabei besonders die Arbeit der „Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe“ aus Uetersen sowie der Tourismusmanagerin Almut Roos aus dem Elbmarschenhaus heraus.

shz.de von
08. Mai 2015, 19:02 Uhr

Mit dem neuen Flyer wird der im vergangenen Jahr begonnene Expansionskurs fortgesetzt. „Als die Apfeltage vor 16 Jahren aus der Taufe gehoben wurden, ging es um die Vermarktung des Produkts“, erklärt Lebrecht von Ziehlberg von der IHG. Mittlerweile stehe der sanfte Tourismus im Zentrum und man wolle dem Nutzer sagen: „Es lohnt sich, in die Marsch zu fahren.“

Deswegen nimmt man mit der Broschüre nicht mehr nur die etwa sechswöchigen Apfeltage im Herbst ins Visier, sondern die gesamte Obstsaison, beginnend mit der Blüte. So finden sich neben Konzerten, Führungen und das Jubiläum 825 Jahre Haseldorf im Frühjahr und Sommer auch Fahrrad-Verleih, E-Bike-Tankstellen, gastronomische Betriebe sowie die Heimatmuseen wider.

Die 17. Apfeltage werden am 13. September auf dem Obsthof Plüschau mit einem Gottesdienst eröffnet. Es schließt sich die Inthronisation der neuen Apfelkönigin Katharina I., bürgerlich Katharina Steenbock aus Holm, an. Höhepunkt ist wieder der Holsteiner Apfelmarkt mit Lampionfest in Uetersen (4. Oktober). Den Abschluss bildet der Apfelquetschertag in Seester am 18. Oktober.

Von Ziehlberg hob mit der Sparkasse Südholstein und der „Marktgemeinschaft Altes Land“ (MAL) die beiden Hauptsponsoren hervor. Letztgenannte ist ein Zusammenschluss von 180 Erzeugern beiderseits der Elbe, die pro Jahr rund 110000 Tonnen Äpfel produzieren, erklärte der Geschäftsführer und Haselauer Obstbauer Wilfried Plüschau.

Zur aktuellen Situation der Landwirte berichtete er, dass es 2014 aufgrund der sehr guten Ernte einen Produktionsüberhang gab. Zusammen mit dem weggebrochenen Russland-Geschäft entstand eine schwierige Situation für die Bauern Er hat jedoch die Hoffnung, „die Saison gut zu Ende zu bringen“. Für die Apfelernte 2015 äußerte er sich angesichts der gerade begonnen Blüte nur vorsichtig, jedoch optimistisch.

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