1. Heistmer treckertreff : Von alten Rostlauben keine Spur

3505143_800x521_500c526488c80.jpg

Das Herz schlug schneller, die Augen glänzten: So erging es jedem Treckerfan, der am Wochenende den ersten Heistmer Treckertreff besuchte. Denn wenn Dieselgeruch in der Luft liegt und die alten Maschinen einen manchmal ohrenbetäubenden Lärm machen, blühen Treckerfreunde erst so richtig auf.

shz.de von
22. Juli 2012, 21:18 Uhr

Egon Barz, Initiator des ersten Zusammentreffens von Treckerfans in Heist, freute sich sichtlich über die vielen freudigen Gesichter, die am Sonnabend und Sonntag auf der Wiese am Ortsrand seiner Gemeinde zu sehen waren. 150 Besucher waren gekommen. Aus ganz Norddeutschland hatten sich passionierte Schrauber mit ihren besonderen Traktoren auf den Weg nach Heist begeben – einhundert Maschinen an der Zahl wurden stolz präsentiert. So auch Hans-Peter Bruhn von den „Rantzauer Treckerfrünn“ aus Bullenkuhlen. Er kam mit seinem braunen Hanomag nach Heist - eine Reise, die bei einer Spitzengeschwindigkeit von 35 Stundenkilometern etwas mehr Zeit in Anspruch nahm. Bruhn lässt sich kein Treckertreffen entgehen. „Man trifft alte Kumpels, die die gleiche Leidenschaft haben. Aber man lernt auch viele neue Gesichter kennen“, erläuterte der Besitzer von sieben alten Traktoren seine Begeisterung für die Zusammentreffen.

Neue Gesichter waren Carola und Jan Klingner aus Haseldorf, die mit ihren vierjährigen Zwillingen Luise und Tom mit dem Rad nach Heist gekommen waren. „Die Kinder sind echte Treckerfans, und hier sind ja eine ganze Menge zu sehen“, meinte Carola Klingner. Langweilig konnte den Kindern beim Treckertreff nicht werden.

Neben einem Kettenkarussell, das Egon Barz extra für die kleinen Besucher organisiert hatte, fuhr auch ein Trecker mit ungewohntem „Anhänger“: Ein Teppich wurde hinter einen der Oldtimer gespannt, so dass Kinder gemütlich Platz nehmen und sich im wahrsten Sinne des Wortes „mitreißen“ lassen konnten.

„Ich bin sowas von begeistert! Obwohl es doch ein paar skeptische Stimmen zu Beginn gab, wurde das Treffen doch positiv in der Gemeinde aufgenommen. Ich habe absolut eine positive Erfahrung mit der Organisation dieses Treckertreffs gemacht“, resümierte Egon Barz die Veranstaltung. Wann ein nächstes Treffen stattfinden soll, wolle er sich aber noch offen lassen.

Die Anfangsidee war, einfach mal zu gucken, wie viele Trecker es eigentlich in Heist gibt. Durch das Engagement von Egon Barz und seiner Helfer wurde daraus ein tolles Ausflugsziel. Und die Besitzer der betagten Fortbewegungsmittel konnten zeigen, was unter der Haube ihrer Blechschätze steckte: Ihr ganzer Stolz.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert