Fachtagung : Vom Umgang mit dem Netz

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Gleich zwei Koordinatoren hat der Kreis Pinneberg ins Rennen geschickt, um mehr Know-how für den Umgang mit dem Internet bei Schülern, aber gleichermaßen auch bei Lehrern zu verankern. Es geht um das Wissen und den Umgang mit dem Internet, und das Versenden von Daten, dem Einschätzen von Webseiten, strafrechtliches und vieles mehr, kurz: Medienkompetenz.

shz.de von
18. Juni 2014, 19:19 Uhr

Und so haben die beiden Kreis-Koordinatoren für Medienkompetenz, Silvia Stolze und Jörn Folster, eine Fachtagung anberaumt, die am vergangenen Dienstag im Elmshorner Kreishaus stattfand. Knapp 70 Lehrkräfte aller Schulen und Mitarbeiter der Schulsozialarbeit haben an der achtstündigen Veranstaltung teilgenommen, auf der untersucht wurde, welche Auswirkungen der stetige Medienwandel auf die Schule hat. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt: die Schüler-Lehrer-Kommunikation. Was viele nicht wissen: Lehrbeauftragten ist es je nach Bundesland aufgrund von Länderverordnungen untersagt, Daten mit Schülern auszutauschen, wenn die Kommunikation über Anbieter läuft, deren Server beispielsweise in den USA stehen, oder in anderen Ländern deren Datenschutzgesetze den hiesigen Ansprüchen nicht genügen. Und damit sind nicht nur Daten gemeint wie etwa PDF-, oder Exceldateien, sondern schon die Übermittlung der bloßen E-Mail-Adresse fällt unter den Begriff der Versendung von Daten. Besonders aktuell: die Verwendung von Messenger-Applikationen für Smartphones wie „Whatsapp“ oder ähnliche. „Medienkompetenz gewinnt im digitalen Zeitalter stark an Relevanz. Um die Förderung dieser Kompetenz auch konkret umzusetzen, hat sich im Kreis Pinneberg ein Netzwerk aus Akteuren aus kommunaler sowie aus Kreis- und Landesebene gegründet“, erkärt Jörn Folster, einer der beiden Medienkompetenz-Koordinatoren. Und weiter: Unser Anliegen ist es, das Thema voranzutreiben, Kooperationen zu fördern und so die Medienkompetenz weiter in den Schulen zu verankern. Seine Kollegin Silvia Stolze ergänzt: „Die Fachtagung ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und will zunächst grundlegende Fragestellungen angehen, Orientierung bieten und zur Diskussion anregen.

Schon bald soll es einen Fragebogen für die Schulen geben, mit dessen Hilfe die Koordinatoren feststellen wollen, mit welchem Wissens- und Kompetenzstand sie bei Lehrern und Schülern rechnen können. Außerdem soll eine Webseite folgen.

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