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Gottesdienst anders : Vom tiefen Fall und der Vergebung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gott möchte, dass alle Menschen ein glückliches Leben führen – an seiner Seite. Das ist die Quintessenz der biblischen Erzählung vom verlorenen Sohn. Dieses Gleichnis wird Thema des nächsten „Gottesdienst anders“ sein, der am kommenden Sonntag, 24. Januar, in der Erlöserkirche gefeiert wird.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 21:09 Uhr

Doch die Gruppe, die den Gottesdienst gemeinsam mit Pastor Johannes Bornholdt vorbereitet, hat sich Gedanken darüber hinaus gemacht. Die Geschichte wird quasi fortgeschrieben. „Die Familienbande“ heißt das Stück, das derzeit in regelmäßigen Proben erarbeitet wird. Im Lukas-Evangelium geht es darum, dass ein Vater (Gott) zwei Söhne (Menschen) hat. Einer, der ältere, ist grundsolide. Der andere, der jüngere Sohn, liebt das Leben, so wie es eben zu sein scheint. Party pur, was kostet die Welt...

So bittet er den Vater eines Tages, ihm seinen Erbteil auszubezahlen, um sich mit diesem Geld fernab der Heimat amüsieren zu können. Der Vater folgt dieser Bitte und lässt den Sohn ziehen.

Der Knabe, der auszog, um die Welt zu entdecken, hat zunächst auch viel Spaß. Doch irgendwann geht ihm das Geld aus. Zudem, so erzählt der Evangelist, erfasst eine große Hungersnot das Land, in dem der Jüngere jetzt lebt. Mit Schweinehüten versucht sich „der verlorene Sohn“ über Wasser zu halten, doch gelingen will es ihm nicht so recht. Schließlich zieht es ihn zurück zum Vater, der sein Kind bereits von Weitem erblickt und ihm freudestrahlend in die Arme fällt.

Ein Fest wird für den Heimkehrenden ausgerichtet. Dem Erstgeborenen gefällt das überhaupt nicht. Er beschwert sich bei seinem Vater mit den Worten, dass er während der gesamten Zeit hart gearbeitet und ihm gedient habe. Eine solche Party habe der Vater für ihn noch nie ausgerichtet.

Der Vater erklärt ihm darauf: „Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. Aber man muss doch jetzt fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden.“ Damit endet das Gleichnis. Ist der sich anbahnende Konflikt damit beendet?

Vermutlich nicht. Und so sucht die Gruppe „Gottesdienst anders“ den Rat bei einer Therapeutin. Inwieweit „Frau Siegmund“ der Familie helfen kann erfährt, wer um 17 Uhr an diesem besonderen Gottesdienst teilnimmt. Gewöhnlich werden diese Angebote von rund 80 Gemeindegliedern und weiter daran Interessierten begleitet. Die Gruppe freut sich daher auch am Sonntag auf eine entsprechende Resonanz und natürlich auf ein Feedback nach der Kirchzeit.

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