zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 11:44 Uhr

Gedenktag : Vom Mut zum Widerstand

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Städte Elmshorn und Wedel gelten bis heute als Hochburgen des Arbeiterwiderstands gegen die Nationalsozialisten im Kreis Pinneberg. Diese Auflehnung und die Menschen dahinter stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, zu dem ein Bündnis aus dem „Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit“ sowie der Wedeler Gruppe der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ einlädt.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 19:01 Uhr

Der 27. Januar 1945 ist ein Tag der Befreiung, aber auch ein Tag, der das ganze Ausmaß der industriellen Vernichtung von Menschen erst sichtbar machte. Als Mitglieder der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreiten, waren bereits Millionen Menschen aus ganz Europa auf bestialische Weise ermordet worden.

Alt-Bundespräsident Roman Herzog machte den 27. Januar 1996 zum bundesweiten Gedenktag, die UNO zog 2005 nach und erklärte ihn zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Das Wedeler Bündnis hat die Erinnerung an die Geschehnisse am 27. Januar in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Informationsveranstaltungen lebendig gehalten. Es ließ Zeitzeugen zu Wort kommen, bat Buchautoren nach Wedel, lud Musikgruppen ein.

In diesem Jahr nun wird der Arbeiterwiderstand in den Mittelpunkt gerückt. Der Elmshorner Historiker Jürgen Brüggemann erläutert seine Strukturen und ordnet die Untergrundarbeit von SPD, KPD und linken Gewerkschaftern ein. Zweiter Referent des Abends ist der Wedeler Journalist Günther Wilke. Er konzentriert sich in seinen Ausführungen auf die KPD-Zeitung „Roter Roland“, die im Untergrund hergestellt und in der zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten aufgerufen wurde.

Für den musikalischen Rahmen sorgt die Gruppe Rotdorn mit Gitarre und Mandoline. Begleitend wird im Foyer der Stadtbücherei eine Ausstellung zu den ersten in Wedel verlegten Stolpersteinen gezeigt. Die Aktion geht zurück auf eine Projektgruppe der Gebrüder-Humboldt-Schule (UeNa berichteten). Außerdem gibt es einen Büchertisch. Der Abend in der Stadtbücherei beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert