Ehrenamt : Vom Journalisten zum Elmshorner Stadtschreiber

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Elmshorn hat jetzt einen Stadtschreiber. Im Rathaus wurde der 59-jährige Ulrich Lhotzky-Knebusch am Dienstag vorgestellt.

shz.de von
03. Januar 2012, 21:00 Uhr

Nein, Altersteilzeit sei überhaupt gar nichts für ihn. Ohnehin sei sein Arbeitstag heute fast länger als zu Zeiten, in denen er noch als Journalist für eine Elmshorner Lokalzeitung gearbeitet habe. Ehrenamtliches Engagement gehört für Ulrich Lhotzky-Knebusch seit Jahren zu seinem Lebensinhalt, auch Vorlesungen an der Universität besucht er so oft es ihm möglich ist.

„Als ich im Juli 2011 aufhörte zu arbeiten, habe ich gleich die Bürgermeisterin gefragt, ob ich etwas ehrenamtlich für die Stadt tun könnte“, erzählt Ulrich Lhotzky-Knebusch. Er habe, auch wenn er selbst nicht in Elmshorn, sondern in Kellinghusen wohne, in den Jahren eine enge Beziehung zu dieser Stadt aufgebaut. Schnell war man sich einig. Ulrich Lhotzky-Knebusch sollte über die Stadt schreiben, Zusammenhänge erklären, Historisches aus den Stadtarchiven aufarbeiten und berühmte Elmshornerinnen und Elmshorner porträtieren. Auch das Modell, auf welche Art und Weise dies geschehen solle, war schnell gefunden: online sollte das „Elmshorn Journal“ erscheinen, auf der Webseite der Stadt. „Wir wollen keine Konkurrenz zur Tageszeitung sein, deswegen und weil wir möglichst kostenneutral arbeiten wollten, haben wir uns für die Online-Variante entschieden“, erklärt die Bürgermeisterin Elmshorns, Dr. Brigitte Fronzek. Das sei auch ein Grund, warum Ulrich Lhotzky-Knebusch kein Arbeitszimmer im Rathaus gestellt bekomme. „Ich arbeite von zu Hause und schicke meine Artikel dann per Email ins Rathaus.“

Bislang gibt es auf den Internetseiten der Stadt schon eine Reihe von Veröffentlichungen des neuen Stadtschreibers, der sich ausführlich der Geschichte des Rathauses widmet. Aber auch über den Bürgerempfang und den Umzug des Kreises nach Elmshorn hat der Stadtschreiber schon berichtet.

In den kommenden Wochen soll die Webseite neu aufgestellt werden. Dann sind auch die Artikel des Stadtschreibers schneller zu finden, als über die Suchmaske. Und Ulrich Lhotzky-Knebusch geht schon einen Schritt weiter: er hat Pläne, wie man die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern offener gestalten kann, ohne immer nur Politiker zu Wort kommen zu lassen. „Das Ohr an den Menschen zu haben, ist das Wichtigste.“

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