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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 00:11 Uhr

Zuwachs : Vom Glück, ein Schulkind zu sein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn das keine perfekten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Grundschulzeit sind: 19 Kinder in der einen und 17 Kinder in der anderen 1. Klasse haben mit ihrer Einschulung am Dienstag die Lücke geschlossen, die durch den Abgang der Viertklässler vor den Sommerferien entstanden war. Die Lehrerinnen Claudia Voss und Petra Blohm werden die Schulanfänger in den kommenden vier Jahren begleiten und dürften angesichts der vergleichsweise kleinen Klassen wohl kaum Probleme haben, aus den unterschiedlichen Charakteren eine eingeschworene Gemeinschaft zu formen.

Das Glück, ein Teil dieses Teams zu sein, Zeit mit guten Freunden zu verbringen und dabei noch Schreiben, Lesen und Rechnen zu lernen, stand im Mittelpunkt der feierlichen Zeremonie, mit der die Abc-Schützen aufgenommen wurden. Wie traurig das Leben ohne Schule sein kann, wie traurig auch der Umstand, nichts lernen zu wollen, davon erzählten die beiden zweiten Klassen in einem Theaterstück. Darin geht es um den kleinen Nils. Er soll eingeschult werden, will aber nicht. Weil das Wetter gerade so schön ist, geht er nämlich viel lieber zum Spielen in den Wald.

Selbst dort kommt man ohne Lesekenntnisse allerdings nicht wirklich weit, wie ihm schnell klar wird. Am Ende helfen ihm die Tiere mit den Buchstaben und Nils schreibt sein erstes Wort: LOS. Und dann ging es tatsächlich los für die Erstklässler. Sie schulterten ihre wundervollen Schultüten, aufwändig verziert mit Blumengirlanden, Fellbesatz, Piratensäbeln , Muscheln, Seesternen, Schleifen, Schmetterlingen und Tüll, und machten sich auf den Weg zur ersten Schulstunde.

Derweil warb Gudrun Voß in einer Ansprache an die Eltern, zum Wohle der Kinder mit der Schule zusammenzuarbeiten, und warnte gleichzeitig vor überzogenen Anforderungen an die Kinder. „Wir sollten zulassen, dass sich Kinder unterschiedlich und unterschiedlich schnell entwickeln“, sagte sie. Jedes Kind mache seine Schritte und Fortschritte, nur das Tempo sei verschieden. „Zeigen Sie den Kindern ihre Stärken auf, ermutigen Sie sie, das macht die Kinder stark“, sagte die Schulleiterin.

Der Moorreger Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg versprach, die Gemeinde werde sich weiterhin intensiv um die Entwicklung der Schule kümmern. Außerdem forderte er die Eltern und Großeltern auf, sich in der Schule ehrenamtlich zu engagieren, etwa für das Kursangebot am Nachmittag.

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erstellt am 09.Aug.2012 | 18:21 Uhr

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