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Zweimal ausverkauft : Volles Haus: Ahrenloher Dorfabend

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lustig ist es bei den Ahrenloher Dorfabenden zugegangen. Mehr als 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterhielten fast zweieinhalb Stunden lang das Publikum im Hotel Krögers Gasthof. Sie brachten Kabarett, eine plattdeutsche Komödie und Gesang auf die Bühne. Der Saal war an beiden Abenden ausverkauft.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2013 | 21:17 Uhr

Überzeugend hat die Ahrenloher Dorfgemeinschaft bewiesen, was in ihr steckt. Der Chor „De Moorhuulers“ stimmte unter Leitung von Regine Winkler-Kopper Pop-Hits wie „Viva la Vida“ von Coldplay und „I have a dream“ von Abba an. Schmissig schmetterten die etwa 20 Sänger das Trinklied „Es gibt nur Wasser“ von Santiano.

Zehn Ahrenloher Kinder knöpften sich die Kommunalpolitik vor. Sie zeigten ein scharfzüngiges Kabarettstück über Piraten, die per Schiff zum Wacken-Festival segeln wollen, aber in dem Baugebiet „Tornesch am See“ stranden. Doch der ist noch gar nicht angelegt. Ein Matrose (Matthias Finkhäuser) wundert sich: „Das ist wohl eher Tornesch an der Pfütze.“ Eine Spaziergängerin (Lisa Neufeld) schiebt den Schwarzen Peter gleich der Stadt zu: „Da sind die noch nicht mal angefangen, Tornesch am See zu bauen, und schon setzt uns der Bürgermeister ein Schiff vor die Nase“, sagt sie. Dagegen sieht sich „Captain Frankieboy“ (Jan-Ole Steckmeister) dem „Fluch der Bilsbek“ ausgesetzt, so der Titel des Stücks von Karen Jansen aus Ahrenlohe.

Das Tornescher Landleben nahmen die Junioren auf die Schippe. Unter dem Titel „Amore am Moore“ persiflierten rund 20 Jugendliche unter Leitung von Andrea Glismann die Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“. Dabei kommt alles anders, als gedacht. Der Esinger Bauer „Ekkehard“ (Jonathan Targaschewski) betreibt nur am PC erfolgreiche Landwirtschaft. Der Ahrenloher Kuhbauer „Kurt“ (Oliver Behrmann) stellt fest, dass seine Kandidatin „Lisbeth“ (Marie Finkhäuser) keine Milch verträgt. Bauer „Schorsch“ (Noreen Hermer) zieht der flippigen „Schantalle“ (Melanie Werner) deren Bruder „Jakob“ (Niklas Meineke) vor.

Satirisch griffen die Junioren manch Lokales auf. So stellt sich beim Kandidaten-Quiz heraus, dass der Berliner Flughafen früher als „Tornesch am See“ fertiggestellt und die Soccerhalle am Großen Moorweg teurer als die Elbphilharmonie wird.

Mit der plattdeutschen Komödie „Karten för den Füerwehrball“ bewies die Theatergruppe Ahrenlohe ihr Können. Udo Schöttler und Susanne Stockfleth überzeugten als Ehepaar „Detlef und Beate Köhler“, das bei dem Versuch sich gegenseitig auszutricksen glänzend scheitert. Er will zum Feuerwehrball, sie zum Udo-Jürgens-Konzert. Am Ende erhält jeder das, was er nicht wollte. Sie und ihre Freundin „Bärbel“ (Annhild Hatje) ziehen los, um sich beim Ball zu betrinken, während er und sein Kumpel „Bernd“ (Jochen Lolies) zu Udo Jürgens aufbrechen. Für Lacher sorgten vor allem Schöttlers Auftritte in schrillen Kostümen.

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