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Vorsorglich : Vogelgrippe: Geflügel wegsperren!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum Schutz vor der Vogelgrippe müssen Tierhalter in weiten Teilen des Kreises Pinneberg ab morgen ihr Geflügel wegsperren. Sie dürfen Hühner, Trut-, Perl- und Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse nur noch in geschlossenen Ställen, gesicherten Volieren oder anderen Schutzvorrichtungen halten. Das hat das Kreisveterinäramt gestern angeordnet.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 20:41 Uhr

Wie der Pressesprecher Oliver Carstens mitteilte, erstreckt sich das Aufstallungsgebiet über Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Neuendeich, Seestermühe und Wedel, das westlich der Klevendeicher Chaussee gelegene Gebiet der Gemeinde Moorrege sowie Streifen von je 500 Metern Breite beiderseits der Pinnau von der Mündung bis zur Nordostkante der Eisenbahnbrücke in Pinneberg und beiderseits der Krückau von der Mündung bis zur Südwestkante der Straßenbrücke Wedenkamp in Elmshorn.

Die Ställe müssen nach oben hin mit Holzlatten oder einer Plane komplett gegen das Eindringen von Wildvogelkot abgedichtet sein. Seitlich müssen sie mindestens mit einem Karnickeldrahtzaun verkleidet sein. Einfacher Maschendrahtzaun reiche nicht aus, so Carstens. „Wenn absolut keine Möglichkeit besteht, das Geflügel in Ställen oder einer Voliere unterzubringen, ist Freilandhaltung im begründeten Einzelfall möglich“, schreibt er. Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Kreises könne Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Anlass der Anordnung sind zwei amtlich festgestellte Fälle von Geflügelpest in Mecklenburg-Vorpommern. Am 5. November wurde in einem Putenmastbestand im Kreis Vorpommern-Greifswald der Ausbruch der Vogelgrippe nachgewiesen. Der gleiche Erreger fand sich in landwirtschaftlichen Geflügelhaltungen in den Niederlanden und in Großbritannien. Am 22. November wurde auf der Insel Rügen bei einer Wildente das sogenannte Aviäre Influenza-Virus des Subtyps H5N8 festgestellt.

Hühner und Puten sind dafür besonders empfänglich, aber auch Enten und Gänse können erkranken oder das Virus übertragen. Das Friedrich-Löffler-Institut stufte die Einschleppungsgefahr von bereits im Inland aufgetretenen H5N8- Viren in Hausgeflügelbestände am Dienstag als hoch ein. Um solch eine Übertragung zu verhindern, ordneten die schleswig-holsteinischen Kreisveterinärämter die Aufstallung von Hausgeflügel in solchen Gebieten an, in denen ein erhöhtes Risiko des Kontakts mit Wildvögeln besteht.

Infektionen von Menschen mit H5N8-Viren sind Carstens zufolge nicht bekannt. Halter müssen aber spezielle Hygienevorschriften beachten, die eine Einschleppung der Seuche verhindern sollen. Sie sind auf der Internet-Seite des Kreises Pinneberg abzurufen. Carstens weist außerdem auf die Pflicht der Halter hin, ihre Geflügelbestände beim Kreis anzumelden.

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