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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 06:38 Uhr

NABU Exkursion : Vogelgesang bei Minusgraden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bei eiskalten minus sieben Grad hatten sich am frühen Sonntagmorgen um sechs Uhr zehn wackere Vogelfreunde auf dem Parkplatz Langes Tannen eingefunden.

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2013 | 18:21 Uhr

Ausgerüstet mit Ferngläsern, Pelzhandschuhen und Wollmützen wollten die Teilnehmer auf der NABU-Exkursion „Vogelstimmen“ erfahren, ob zumindest bei den Vögeln schon erste Frühlingsgefühle festzustellen sind. Und tatsächlich, schon am Parkplatz gaben gleich mehrere Vögel ihren Lockruf an die Damenwelt zum Besten. Der Buchfink zwitscherte sein „Ich, ich, ich lieb‘ würzges Bier“ kraftvoll in den Morgen und hoffte, damit das ein oder andere Vogeldamenherz trotz Eiseskälte zum Schmelzen zu bringen. Der Kleiber, der mit ganz unterschiedlichen Gesängen seine Weibchen lockt, war während der ganzen Wanderung durch den Park Langes Tannen immer wieder zu hören.

Buntspechte waren schon fleißig bei der Arbeit und lieferten die Instrumentalbegleitung zum vielfältigen Vogelchor: Sie hämmerten gegen dünne und dicke Äste des Waldes und erzeugten damit die unterschiedlichsten Töne. In einem Baumwipfel vor dem Herrenhaus gurrte eine Ringeltaube und das Rotkehlchen saß in einem Busch bei der alten Mühle und „perlte“ seine melancholische Weise.

Der emeritierte Hamburger Biologieprofessor Rudolf Abraham wusste zu allen Vogelarten interessante Erklärungen. Ergänzt wurde er dabei von Hans Ewers von der NABU- Gruppe Elbmarschen, der die regelmäßigen vogelkundlichen Exkursionen im Park Langes Tannen ins Leben gerufen hat.

Fazit nach einer Stunde Führung (neben eiskalten Füßen): auch den Vögeln ist die Temperatur nicht ganz egal. 14 Vogelarten konnten gestern Morgen gezählt werden. Vor einem Jahr waren es bereits 28 verschiedene Vögel, die mit ihrem Gesang im März zu hören waren. Es fehlen noch einige Zugvögel, wie zum Beispiel der Zilp-Zalp, der sich momentan doch noch lieber auf den Kanaren aufhält. Aber bei der nächsten Wanderung, am 28. April um 5.30 Uhr, wird er dann sicher in den frühmorgendlichen „Waldchor“ mit einstimmen.

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