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Schulhund an der Fritz-Reuter-Schule : Vierbeiniger Freund an der Schule

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Innerhalb von nur wenigen Tagen seit Beginn des neuen Schuljahres ist die Labradoodle-Hündin Luna zum vierbeinigen Freund vieler Fritz-Reuter-Schüler geworden. Denn Luna gehört als Schulhündin nun mit zum Alltag an der Königsberger Straße und wird in der Schulsozialarbeit und in der SIM-Klasse (Sprachheilintensivklasse) eingesetzt.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2015 | 20:45 Uhr

Allein ihre Anwesenheit und ihr ruhiges Wesen haben in den ersten Schulwochen dazu beigetragen, dass Erstklässlern der morgendliche Abschied von Eltern auf dem Schulhof leichter fiel oder besonders temperamentvolle Grundschüler beim Flitzen über die Schulflure einen „Gang“ zurückschalteten. „Innerhalb nur weniger Tage hat Luna zu einer neuen Atmosphäre beigetragen. Kinder nehmen sich zurück, sind aufmerksamer und empfänglicher.

Denn sie möchten dem Hund gefallen und Freund des Hundes werden“, so Schulsozialarbeiterin Vera Lempfert. Die Labradoodle-Hündin Luna gehört ihrer Kollegin Christine Bornau. Sie hat die erst 16 Wochen alte Hündin im Alter von acht Wochen privat bei einer Züchterin gekauft, die bereits andere Hunde für Schulen und Kindergärten vermittelt hat. Seit eineinhalb Jahren beschäftigte sich Christine Bornau damit, in die Schulsozialarbeit einen Hund zu integrieren. Grünes Licht lag von der Schulleitung, der Schulkonferenz und dem Schulträger vor. Und so hat sich Christine Bornau kundig gemacht, welche Art Hund besonders geeignet ist und hat ein Konzept für den Einsatz als Schulhund geschrieben.

Da Labradoodle – Kreuzung zwischen Labrador Retriever und Großpudel – als lehrreich und nervenstark gelten, hat sie sich für diesen Hybridhund entschieden. Und mit  Luna scheint sie einen sehr guten Griff gemacht zu haben. Luna ist ruhig und gelehrig.

So haben bereits Kinder, die keine Erfahrungen mit Hunden haben, ihre Scheu überwunden, streicheln die Hündin, sprechen sie an und erleben ihre freudige, aber unaufdringliche Reaktion. Da Luna noch zu jung für das Treppensteigen ist, muss sie getragen werden. „Das haben nun auch schon Kinder übernommen, die sonst sehr ängstlich sind. Und andere, die sonst eher ungestüm wirken, wurden auf einmal ganz vorsichtig“, erzählt Christine Bornau. Sie hat Luna bereits in den Ferien an die Schulräume und den Schulhof gewöhnt. Zweimal in der Woche besucht sie mit ihr die Welpenschule. Es wird die Hundeschule folgen und wenn Luna zwei Jahre alt ist, will sie ihre Hündin zum Therapiehund ausbilden lassen.

Über den Hund Kinder leichter erreichen

Vormittags nehmen die beiden Schulsozialarbeiterinnen Luna mit in die „Pädagogische Insel“ oder wenn nötig, auch in Klassen. In Anwesenheit der Hündin fällt es den Kindern viel leichter, zur Ruhe zu kommen, ein Gespräch aufzunehmen oder sich zu konzentrieren.

Nachmittags sind die Schulsozialarbeiterinnnen als Betreuerinnen der SIM-Klasse mit der Hündin dort. „Die Kinder gehen auf die Hündin ein und freuen sich über ihre Reaktionen. Das stärkt das Selbstbewusstsein“, so Christine Bornau. Bis zu den Herbstferien werden Christine Bornau und Vera Lempfert in allen Klassen die Kinder auch an einen richtigen Umgang mit einem Hund heranführen. Zwar fließen diese Hinweise bereits im täglichen Miteinander mit dem Hund ein, aber durch ihr „Hundeprojekt“ wollen sie Wissen rund um den Hund, zu dem auch der respektvolle Umgang und die richtige „Ansprache“ gehören, vermitteln.

„Wir sind dem Schulträger und der Schulleitung sehr dankbar, dass sie den Schulhund zugelassen und Vertrauen in unsere Arbeit haben“, so Ines Bornau und Vera Lempfert. Und sie freuen sich, dass Schüler, Lehrer und auch Eltern von Luna begeistert sind.

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