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Vorstellung : Vier Grüne Nordlichter wollen in den Landtag

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Vier Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen stehen im Kreis Pinneberg in den Startlöchern zum Landtagswahlkampf und scharren mit den Hufen: Eka von Kalben, Burkhard Stratmann, Ines Strehlau und Helmuth Kruse haben ganz unterschiedliche, aber für Schleswig-Holstein wichtige Themen im Gepäck.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2012 | 22:35 Uhr

Mehr Demokratie wagen ist ein Anliegen der Grünen-Landesvorsitzenden Eka von Kalben, die Bürgerinnen und Bürger so oft wie möglich in wichtige Entscheidungen mit einbeziehen möchte – und zwar lange bevor und nicht wenn solche Entscheidungen bereits gefallen sind. Das gilt auch bei der den Grünen nachgesagten gewollten Zusammenlegung von kleinen Gemeinden. „Das darf niemals ohne die Einwilligung der Bewohner passieren“, so Eka von Kalben, die auch nicht – wie von anderen Parteien behauptet, für die Schließung von kleinen Schulen plädiert. Im Gegenteil, wenn Lehrer bereit sind, solche kleinen Schulen mit weniger als 80 Kindern gemeinsam zu leiten, gilt es ihrer Meinung nach, diese auch in nicht so großen, weit auseinander liegenden Orten zu fördern. Ein weiteres Anliegen der Landesvorsitzenden, die zum ersten Mal für den Landtag kandidiert, ist die Teilhabe der Mitbürger mit Migrationshintergrund an dem weiteren Ausbau unserer gemeinsamen Gesellschaft und der Kampf gegen dumpfe Neo-Nazi-Parolen und Aktivitäten. Burkhard Stratmann, der in Elmshorn und Tornesch kandidiert, sagt, dass Bildung, Soziales, Chancengleichheit und Gesundheit eng miteinander verwoben und voneinander abhängig sind.

Daher tritt er für eine möglichst frühe Ausbildung in lebensnahen Kompetenzen ein, die der Gesellschaft teure Folgekosten als soziale Lasten ersparen: „Je mehr Bildung, umso weniger Kinder- und Altersarmut. Arme Menschen werden früher krank, sterben zehn Jahre früher als Menschen mit hoher Bildung.“ Helmuth Kruse aus Moorrege hat sich die Folgen der geplanten Elbvertiefung und den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Elbmarsch auf die Fahnen geschrieben. Der Kreistagsabgeordnete plädiert energisch für eine Erweiterung des öffentlichen Personennahverkehrs am Bahnhof Tornesch in Richtung Hamburg und setzt sich für Elektro-Mobile ein. Ines Strehlau ist bereits Landtagsabgeordnete und möchte auch dort weiter für den Kreis Pinneberg aktiv bleiben. Sie schleppt bei jedem ihrer offiziellen Besuche kleine Rotbuchen als Gastgeschenk mit: „Wir brauchen auch in dicht besiedelten Gebieten kleine grüne Lungen, die dort für ein gutes Mikroklima sorgen.“ Außerdem setzt sie sich für eine gute Kooperation bei der Zusammenlegung der Metropolregionen hier im Norden ein. Wie nötig das sei, zeige das jetzt so unvollkommen praktizierte Gastschulabkommen mit Hamburg.

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