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Klaus-Groth-Schule Theater-AG : Vielschichtig, witzig und ehrgeizig

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Rapunzel“ verböte Türme, „Dornröschen“ schaffte sämtliche spitzen Gegenstände ab, „Rotkäppchen“ erlaubte den Wölfen, rosafarbene Felle zu tragen, und „Schneewittchen“ riefe den Valentinstag monatlich aus – wenn das Publikum sie zur Nachfolgerin des ermordeten Königs wählte. „Sherlock Holmes“ hält jede von ihnen für tatverdächtig.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 22:12 Uhr

Eine Märchen- und Krimi-Parodie in Form einer Casting-Show führte kürzlich die Theater-AG der Klaus-Groth-Schule Tornesch (KGST) auf. Die sieben Darsteller der Jahrgänge 7 bis 10 hatten das rund 45-minütige Stück unter dem Titel „Mörderisches Casting“ selbst geschrieben. Regie führte erstmals die 23 Jahre alte JottZett-Erzieherin Mareike Gerig, unterstützt durch den Ex-KGST-Schüler Nils Eichhorst. Der 17-Jährige hatte einst selbst in der Gruppe mitgespielt, die 2006 aus der freien Theatergruppe „Wundertüten-Kids“ hervorgegangen war. „Nach einem Brainstorming war klar: Wir wollen etwas Witziges machen – eine Märchenparodie“, berichtete Eichhorst.

Herausgekommen ist eine vielschichtige Geschichte mit hintersinnigem Humor: Die „Gute Fee“ (Melina Oetzmann) hält eine Trauerfeier für den „König“, die ihr aber zu einer Werbeveranstaltung für ihre „Gute Fee GmbH“ abgleitet. Dass sie mit einer Casting-Show einen Nachfolger finden soll, frustriert sie völlig. Währenddessen mischt sich „Sherlock Holmes“ (Noreen Hermer) in die Ermittlungen des „Kommissars“ (Jonas Krause) ein. Schnell ist klar, dass die Majestät durch das Steakmesser des „Kommissars“ zu Tode kam. Aber wer stach zu? Ein langes blondes Haar an der Leiche führt die Ermittler zu „Dornröschen“ (Rebecca Feldmann), „Schneewittchen“, „Rapunzel“ (beide Deborah Feldmann), „Rotkäppchen“ (Denise Depelmann) und „Rumpelstilzchen“ (Nicklas Meineke). Sie alle haben Motive, doch am Ende stellt „Holmes“ fest, dass der „Kommissar“ Täterwissen besitzt. Bei „Rotkäppchens“ Krönung wird er abgeführt. Schade, dass sich bloß knapp 20 Zuschauer die witzige und ambitionierte Aufführung in der Mensa der Gemeinschaftsschule ansahen.

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