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Einschulung : Viele Menschen teilen sich eine Welt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf diese Frage hatte Mika gewartet! Was, so fragte Joachim Kähler ihn, sei denn wohl in seiner Schultüte? „Diese Lutschdinger“ trompetete der Knirps fröhlich. Hannes dagegen hatte noch nicht nachgeschaut, wollte sich die Überraschung für die Zeit nach seiner Einschulungsfeier aufbewahren. So sei das ja auch gedacht, lobte ihn der Schulleiter der Grundschule Haseldorfer Marsch.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2013 | 19:37 Uhr

Es war eine durch und durch kindgerechte Einschulungsfeier am Mittwoch, die erstmals komplett in der Haseldorfer Kirche stattfand. Schulleiter Joachim Kähler erinnerte daran, dass die Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch der Freundschaft und der neuen Erlebnisse sei, geprägt vom Lachen der Kinder. „Aus guter Laune, Fröhlichkeit und Neugier ergibt sich die Lust am Lernen. Das ist eine ganz tolle Mischung“, sagte er.

Die Eltern mahnte der Pädagoge, ihre Kinder mit Geduld und Besonnenheit zu begleiten. „Nirgendwo ist Hektik so fehl am Platze wie in der Schule“, so der Rektor. Der Haselauer Pastor Andreas-Michael Petersen, der die Einschulungsfeier zusammen mit Kähler gestaltete, machte deutlich, dass die Schulgemeinschaft auch bedeutet, für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen. „Der liebe Gott hat nicht für jeden Einzelnen eine Welt geschaffen, das wäre ja auch schön langweilig, sondern eine für uns alle gemeinsam“, sagte er.

Der Egoismus und seine unter Umständen fatalen Folgen waren auch das Thema eines Szenenspiels, mit dem die älteren Schüler die Neuankömmlinge begrüßten. Im Mittelpunkt der Geschichte stand das griesgrämige Muffeltier, das die Sonne für sich allein beansprucht. Damit stört es das Leben der Blumen und Bienen, der Kaninchen und Vögel empfindlich, hat aber letztendlich auch selber nichts davon, weil die Sonne ihn verbrennt.

23 Kinder übernehmen Johanna Freytag und Heike Backeberg-Zietz am Standort Haseldorf, sieben Erstklässler gehen ab sofort in Hetlingen zur Schule, mit Britta Steffan als Klassenleitung. Am Mittwoch hatten sie ihren ersten Tag im neuen Klassenraum, auf dem Rücken den neuen Schulranzen, in der Hand die gut gefüllte und größtenteils selbst gebastelte Schultüte. Als sie hinter ihren Lehrerinnen aus der Kirche aus- und dem Schulbus entgegen zogen, begleitete sie der Segen des Pastors.

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