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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 03:43 Uhr

Handball : Viel zu spät aufgewacht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weil sie zuvor endlich einmal zwei Pflichtspiel-Siege in Folge gefeiert hatten, fuhren die 1. Männer des TuS Esingen am Sonnabend mit breiter Brust zum Hamburg-Liga-Spiel beim Spitzenreiter HG Hamburg-Barmbek. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn vor der Partie. Zweieinhalb Minuten lang gab es einen ausgeglichenen Spielstand von 0:0. Für das, was dann aus Esinger Sicht folgte, gibt es viele Worte: Debakel, Albtraum, Untergang – so lässt sich das beschreiben, was die TuS-Männer von der dritten bis zur 24. Minute erlebten.

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erstellt am 26.Jan.2014 | 18:38 Uhr

Erst nach neun Minuten und 22 Sekunden gelang den Esingern ihr erster Treffer, als ein abgefälschter Wurf von Daniel Günter im Netz landete. Die Barmbeker hatten bis dahin schon sechsmal getroffen. Mit einfachsten Fehlern machten es die Tornescher dem Spitzenreiter aber auch leicht – die von Jan-Henning Himborn bereits in der achten Minute genommene Auszeit brachte kaum Besserung. Auf Günters 7:2 (12.) folgten drei HG-Tore in Folge. Dass sie für ein Foul an Lennart Haas eine Zeitstrafe bekamen (den fälligen Siebenmeter nutzte Jannik Genz zum 10:3/16.), hielt die Barmbeker nicht davon ab, weiter davon zu ziehen: In Unterzahl kamen sie zum 12:3 (17.).

Dreimal lagen die Hausherren sogar mit elf Treffern vorne (beim 15:4, 16:5 und 17:6), ehe bei den Gästen Nicolas Philippi und Timo Kreckwitz ins Spiel kamen und für drei TuS-Tore in Folge zum 17:9 sorgten. Nachdem sich Haas noch eine Zeitstrafe eingehandelt hatte, stand es zur Pause 20:11. Positiv war, dass sich die Tornescher im zweiten Durchgang nie hängen ließen. Nachdem ihr Rückstand auf zwölf Tore angewachsen war (26:14), gelangen Haas, Philippi und Max-Lennart Albrecht zum zweiten Mal drei TuS-Treffer am Stück zum 26:17 (40.).

Auch, weil es die Hamburger im Gefühl des sicheren Sieges lockerer angehen ließen, waren die Esinger in der 46. Minute plötzlich nur noch mit sechs Toren im Hintertreffen. Kurios war das 29:23, als der HG-Keeper einen Kreckwitz-Wurf zunächst pariert hatte und dies lautstark bejubelte, der Ball dann aber in hohem Bogen ins Netz sprang.

Die Gäste hatten ihren Rückstand also von zwölf auf sechs Tore halbiert – sollte es etwa doch noch einmal spannend werden? Nein, denn die Barmbeker erhöhten das Tempo nun wieder an und zogen, obwohl TuS-Torwart Benjamin Boje in dieser Phase mehrmals gut hielt, wieder auf zehn Tore davon (34:24/54.). Nach Jan-Henning Himborns Auszeit beim Stand von 35:24 (56.) war es vor allem Kreckwitz, der noch Ergebniskosmetik zum 36:29-Endstand betrieb. Schade, dass Esingen erst so spät aufwachten – aber die Barmbeker sind in dieser Saison auch eine Klasse für sich!

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