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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 06:19 Uhr

Viel Wirbel um den Lärmschutz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

BauvorhabenBeratungsbedarf bei Sozialwohnungsbauvorhaben

shz.de von
erstellt am 29.Jul.2017 | 16:04 Uhr

Eigentlich wollten die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen während ihrer jüngsten Sitzung den Satzungsbeschluss zur Verwirklichung von weiteren 35 Sozialwohnungen an der Jahnstraße fassen. Doch insbesondere Holger Köpcke (BfB) hielt die Einwände des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für so gravierend, dass er um weitere Beratungszeit bat. Nach Abschluss der Debatte wurde die Angelegenheit zurück in die Fraktionen verwiesen. Die Verwaltung wurde gebeten, die Bedenken der Behörde auf Plausibilität zu prüfen.

Die Landesbehörde, als Träger öffentlicher Belange zum Bauvorhaben befragt worden, störte sich insbesondere daran, dass das siebengeschossige Haus in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Sportanlage an der Jahnstraße errichtet werden soll. Eine Bauleitplanung sei verfehlt, wenn Wohngebiete dort ausgewiesen würden, wo Lärm zu erwarten sei. Wenn davon auszugehen sei, dass unterschiedliche Nutzungen von Grund und Boden zu Problemen innerhalb eines Quartiers führten, sei das bereits im Planungsstadium zu berücksichtigen. Die Behörde stört sich dabei auch am vorliegenden Schallgutachten. Dieses beinhalte zwar Betriebsszenarien für die auf den Anlagen Sport Treibenden, es gehe aus dem Gutachten allerdings nicht hervor, ob diese auch mit den das Gelände nutzenden Vereinen abgesprochen worden seien.

Köpcke merkte an, dass das Problem größer werde, wenn der Kunstrasenplatz an der Jahnstraße gebaut werde. Schließlich sei es angedacht, den Grandplatz entsprechend zu überplanen. Die SPD wollte ein Ende der Debatte durchsetzen. Ausschussmitglied Ingo Struve sagte, dass für die SPD das Wohnen an erster Stelle stehe. Man habe abwägen müssen und das Wohnen dabei vor das Bedürfnis, Sport zu treiben, gestellt. Andreas Stief (CDU) wollte geklärt haben, ob ein Kunstrasenplatz an der Jahnstraße uneingeschränkt genutzt werden könne und befürwortete den Verweisantrag.

Die Bauleitplanung kann frühestens im September fortgesetzt werden. Absicht ist es, in diesem Planungsschritt einen Investor für das städtische Grundstück zu finden. Mit der Pinnau-Baugenossenschaft gibt es bereits einen Interessenten. Doch wird es, so wie beim Parkpalettengrundstück, einen Bieterwettstreit geben müssen − so will es das Gesetz.

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