Viel los bei Jubiläums-Blutspende

Hertha Holstein (von links), Traute Rundt, Angela Notka, Rosemarie Meyer und Annerose Niegel sind langjährige, fleißige Helferinnen bei den DRK-Blutspende-Aktionen.
Foto:
1 von 2
Hertha Holstein (von links), Traute Rundt, Angela Notka, Rosemarie Meyer und Annerose Niegel sind langjährige, fleißige Helferinnen bei den DRK-Blutspende-Aktionen.

DRK Ortsverein 50 Jahre Blutspende in Tornesch / Präsente für jeden Spendewilligen in der Begegnungsstätte Pomm 91

shz.de von
29. September 2017, 13:42 Uhr

50 Jahre Blutspende, das feierte der Ortsverein Tornesch des Deutschen Roten Kreuzes im POMM 91. 184 Blutspender kamen zum Jubiläums-Blutspenden, 26 davon waren Erstspender. Auf sie alle warteten Jubiläumspräsente und ein Buffet mit selbstgekochten Leckereien als Dankeschön. Denn in der unfallträchtigen Herbstzeit wird ihr Blut dringend gebraucht, um Leben zu retten.

Wer dieses Mal zum Blutspenden in die Begegnungsstätte kam, wurde mit einem Geschenk überrascht, denn das DRK Tornesch hatte zum Jubiläumstermin geladen. Mit in der Geschenktüte: ein Gurtmesser. „Das sollte jeder Autofahrer dabeihaben, denn im Falle eines Unfalls kann man damit den Gurt aufschneiden“, erklärte Manfred Irgens, der Vorsitzende des Ortsvereins. Jedem Erstspender überreichte Sigrid Mansfeld, die seit über 40 Jahren am Empfang sitzt und dort die Spender registriert, eine Rose.

Jeder zwanzigste Besucher erhielt einen Präsentkorb, zusammengestellt von Schriftführerin Rosemarie Meyer, mit Sekt und Thermo-Kaffeebecher. Darüber freute sich auch Inke Helms, 80. Spendenwillige des Jubiläums-Blutspendens. Ihr Blut der Gruppe Null Rhesus negativ ist besonders begehrt, denn alle Menschen, auch die anderer Blutgruppen, vertragen es. Es ist daher universell einsetzbar. „Es gibt so viele alte Leute und Unfallopfer, die Blut brauchen“, erklärt Helms ihre Motivation. Derzeit werden Spenden dringend gebraucht, denn die Herbstzeit mit tiefstehender Sonne und durch Laub und Regen rutschigen Fahrbahnen ist unfallträchtig. „Mit dem Wintereinbruch kommen dann erste Schneefälle und damit weitere Unfälle“, so der Vorsitzende Irgens, „und es dauert ja einige Zeit, bis das Blut aufbereitet, untersucht, konserviert, verteilt und damit verfügbar ist.“

Fünf Jahrzehnte Blutspende in der Stadt, wie sich das optisch im Laufe der Jahre gewandelt hat, konnten die Besucher auf einer Stellwand erkunden, die Beisitzerin Hertha Holstein zusammengestellt hatte. Beim Betrachten der alten Fotos und Zeitungsberichte wurde so manche Erinnerung wieder wach.
Der DRK-Ortsverein Tornesch hat rund 400 Mitglieder, etwa 60 davon sind aktive Helfer. 25 davon sind für je drei Tage für jeden Blutspendetermin im Einsatz. Auf ehrenamtlicher Basis begleiten sie den Ablauf der Aktion und kümmern sich um die Verpflegung der Spender, organisieren, kaufen ein, kochen und bewirten.

Auch dieses Mal wieder zauberten Traute Rundt und ihr Team ein leckeres Buffet, mit Bratkartoffeln, Bouletten, Tomate-Mozzarella, Lachsschnittchen, Kuchen und mehr. „Viele Spender kommen auch aus den umliegenden Gemeinden zu uns, wegen der guten Bewirtung und Betreuung“, freute sich Irgens. „In unserem Team gibt es ein tolles Miteinander, die Leistungsbereitschaft ist sehr hoch“, lobte er. Am Jubiläumstag gab es für jeden noch ein Glas Sekt, natürlich nach der Blutentnahme.

Insgesamt 184 Spender waren dieses Mal dem Aufruf gefolgt. Wer gesund war, dem entnahm das Ärzte- und Schwesternteam des mobilen Blutspendediensts Nord einen halben Liter Blut. „Das waren zwar nicht ganz so viele Blutspender, wie wir gehofft hatten“, zieht Irgens Bilanz, „aber darunter sind 26 Erstspender, und das ist sehr erfreulich.“ Der nächste Termin ist am Mittwoch, 29. November von 15 bis 19.30 Uhr im POMM 91. Nähere Infos zum Ablauf einer Blutspende gibt es unter www.drk-tornesch.de.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen