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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 12:33 Uhr

Handball : Viel Gift, wenig Mühe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als klarer Favorit reisten die 1. Frauen des TuS Esingen (Spitzenreiter) am Sonntagnachmittag zum Landesliga-Spiel beim Eimsbütteler TV (Drittletzter). In der Sporthalle am Brehmweg vergab Katja Brandt zwar die erste Gäste-Chance, als sie an der ETV-Torhüterin Maria Kay scheiterte – doch wenig später brachte Meike Speckin die Esingerinnen in Führung. Zwar rutschte Speckins Wurf durch das zu lockere Tornetz hindurch – aber der Schiedsrichter hatte genau hingesehen und gab den Treffer. Tanja Falk legte, nachdem sie schön freigespielt worden war, das 0:2 nach. Danach konnte sich TuS-Torhüterin Lisa Rabe auszeichnen: Zunächst parierte sie nach Speckins Ballverlust den fälligen Gegenstoß, dann sogar einen Siebenmeter.

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erstellt am 07.Feb.2012 | 21:22 Uhr

Bis zum 4:6 (20. Minute) ging es zerfahren und eng zu – auch, weil der Referee gleich zwei harte Zeitstrafen gegen die Gäste verhängte. „Und für das ganz klare Schubsen vom ETV gibt es keine Strafe?“, beklagte sich TuS-Co-Trainer Jan-Michael Bruhn nach dem Foul einer Eimsbüttelerin, das ungeahndet blieb – dafür folgte eine Gelbe Karte gegen die Esinger Bank ... Dann zogen die Gäste das Tempo an und innerhalb von nur fünf Minuten auf 5:11 davon. Der ETV-Trainer nahm eine Auszeit; nach dieser legte Ann-Cathleen Voigt aber gleich das zwölfte TuS-Tor nach. Zur Pause stand es 7:14. Akustischer Höhepunkt der ersten Halbzeit war folgende lautstarke Aufforderung der ETV-Torhüterin: „Passt auf die Rothaarige auf!“ Voigt, die gerade den Ball führte und auch gemeint war, rief fast schon entsetzt: „Wer ist hier rothaarig? Was, ich?“

War diese Konversation noch halbwegs lustig, wurde es in der zweiten Halbzeit mehrmals giftig. Vor allem die ETV-Torhüterin sorgte mit ihren Aussagen (unter anderem raunzte sie Sofia Schlage an: „Am besten du schießt mir den Ball gleich direkt ins Gesicht!“) für viel Gift. Unbeeindruckt davon traf Falk, nachdem die Esingerinnen einen Angriff lange ausgespielt hatten, zum 9:19 (37.) und zur erstmaligen Zehn-Tore-Führung. Nach dem 10:21, für das wiederum Speckin gesorgt hatte (42.), gelangen den Gastgeberinnen zwar noch einmal zwei Tore in Folge – den TuS-Sieg in Gefahr bringen konnten sie aber nicht mehr. Verbale Dissonanzen gab es noch einmal, als Julia Berge verletzt auf dem Parkett lag, die Eimsbüttelerinnen aber einen Gegenstoß fuhren und das 15:22 erzielten (45.). Jana Berge bekam danach wegen Meckerns die dritte und letzte Esinger Zeitstrafe. Nachdem Katja Brandt bereits das 8:16 erzielt hatte (32.), trug sich beim 18:30 (53.) auch Svea Brandt in die Torschützenliste ein. Auch, weil Schlage in der zweiten Hälfte immer wieder mit demselben Trick an ihrer Gegnerin vorbei und dann frei zum Wurf kam, feierten die Esingerinnen am Ende einen 34:22-Kantersieg.

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