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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 05:43 Uhr

Fußball : Viel erlebt, wenig erreicht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Altersbedingt nahmen die C-Mädchen des FC Union Tornesch am vergangenen Wochenende zum letzten Mal am „Volkswagen-Junior-Masters“ teil. Insgesamt war es für die Tornescherinnen die dritte Teilnahme an der Finalrunde in Wolfsburg. FCU-Coach Reinhard Kramer zog danach folgendes Fazit: „Das Gesamterlebnis war erneut gigantisch – sportlich haben wir uns aber den erneuten Einzug ins Halbfinale nicht verdient!“

shz.de von
erstellt am 01.Mai.2014 | 18:44 Uhr

Kramer gliederte seine Analyse in einen Sport- und einen Reise-Teil auf, wobei er das sportliche Abschneiden bewusst hinten anstellte. Zunächst berichtete der Trainer also von der Reise: Am vergangenen Freitag um halb zwölf war Treffpunkt in Tornesch. Mit drei Mannschafts-Bussen machte sich der Union-Tross auf den Weg in die Volkswagen-Stadt: „Die Aufregung und die große Vorfreude waren bei allen spürbar“, so Kramer.

Am Freitagabend gab es in der Volkswagen-Arena ein üppiges Büffet, eine Führung durch die Bundesliga-Heimspielstätte des VfL Wolfsburg und die Gruppen-Auslosung, mit der sich Kramer durchaus zufrieden zeigte. Am Sonnabend rollte dann im Porschestadion der Ball: Gespielt wurde parallel auf vier Kleinfeld-Plätzen nebeneinander, jede Partie ging über zweimal zehn Minuten. Kramer: „Das gesamte Turnier war vorbildlich organisiert und für das leibliche Wohl war gut gesorgt!“

Im Auftaktspiel trennten sich die Tornescherinnen mit 0:0 vom 1. FC Passau. „Wir haben unsere Grundordnung weitestgehend gehalten, uns offensiv aber kaum entfaltet“, so Kramer, dessen Team im zweiten Spiel auf den Turnier-Favoriten TSG 1899 Hoffenheim traf. Die Kraichgauerinnen boten ein Offensivspektakel, das die FCU-Mädchen paralysierte. „Hoffenheim war in Punkto Bewegung, Handlungsschnelligkeit und Tempo eine Klasse für sich – wir guckten zu und kassierten zwei verdiente Gegentreffer“, analysierte Kramer die 0:2-Pleite.

Mit einem Sieg gegen den 1. FC Montabaur wäre der Einzug ins Halbfinale noch möglich gewesen, wenn es im Parallelspiel zwischen Hoffenheim und Passau kein Remis gegeben hätte. Dann sah Kramer allerdings „die schwächste Leistung des Tages“ und befand: „Wir waren im Minus-Bereich angekommen!“ Der taktische Fehler einer FCU-Spielerin führte zum 0:1, in der Wechselpause beklagte Kramer noch eine Disziplinlosigkeit derselben Spielerin. Am Ende verlor Kramers Team mit 0:2 und wurde ohne eigenen Treffer Letzter seiner Gruppe.

„Nun müssen sich einige Spielerinnen fragen, ob ihre Einstellung ausreicht, oder ob sie unser Team als Plattform für altersgerechten Blödsinn missbrauchen“, so Kramer, der Hannah Gutzeit und Anna-Katharina Seme ausdrücklich aus seiner Kritik herausnahm.

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