Viel ehrenamtliche Arbeit

Mitglieder des Arbeitskreises I (Heimathaus) mit ihrem Arbeitskreisleiter Horst Lehmann (Zweiter von rechts) am Torfsodenbrunnen, dessen Holzeinfassung sie in diesem Sommer in ehrenamtlicher Arbeit erneuert haben.
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Mitglieder des Arbeitskreises I (Heimathaus) mit ihrem Arbeitskreisleiter Horst Lehmann (Zweiter von rechts) am Torfsodenbrunnen, dessen Holzeinfassung sie in diesem Sommer in ehrenamtlicher Arbeit erneuert haben.

Mitglieder des Arbeitskreises I der Kulturgemeinschaft pflegen Garten und Heimathaus / Groth-Stiftung finanziert Material

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02. Januar 2018, 14:12 Uhr

Zu jeder Jahreszeit sind Besucher des Heimathauses begeistert von dem gepflegten Zustand des Gebäudes und der Außenanlagen. Geleistet wird die umfangreiche Arbeit ehrenamtlich von den sieben Mitgliedern des Arbeitskreises I (Heimathaus) der Kulturgemeinschaft Tornesch. Das notwendige Material für die Renovierungs-, Sanierungs- und Pflegearbeiten wird von der Ernst-Martin-Groth-Stiftung, die das Heimathaus verwaltet und betreibt, finanziert.

Jeden Dienstag von 18 bis 20.30 Uhr sind Arbeitskreisleiter Horst Lehmann und seine Mitstreiter am Riedweg aktiv. Immer gibt es für sie im und am Haus, im Bauerngarten, auf der Festwiese und auf dem Hof etwas zu tun. So wurden auch im vergangenen Jahr am Heimathaus und im Bauerngarten die Rosen sowie die Blumen- und Kräuterbeete gepflegt, Obstbäume und Stauden geschnitten, 240 Meter Buchsbaumhecke zwischen den Beeten kurz gehalten sowie vom Pilzbefall befreit und im Frühjahr und Spätsommer 110 Meter Buchen- und Weißdornhecke, die das Gelände des Heimathauses begrenzen, geschnitten. Auch die Pflege des Parkplatzes gehört zu den Aufgaben des Arbeitskreises I. Dort wird regelmäßig das Grün auf dem Wall zurückgeschnitten. Die Abfuhr des Schnittgutes übernehmen die Arbeitskreismitglieder ebenfalls ehrenamtlich.

„ Viele schätzen unsere Arbeit, aber wir haben leider auch erlebt, dass Besucher quer über die Beete des Bauerngartens gelaufen sind. Wir mussten nun Schilder aufstellen mit dem Hinweis, beim Anschauen des Gartens auf den Wegen zu bleiben“, berichtet Sieglinde Limpert. Sie widmet sich besonders dem Kräutergarten und hat im vergangenen Jahr dort auch die Beet-Beschilderung erneuert. Die Gemüseparzellen im Bauerngarten werden von zwei Mitgliedern der Kulturgemeinschaft privat gepflegt und genutzt. Zwei weitere Parzellen, 50 beziehungsweise 100 Quadratmeter groß, auf denen von den Arbeitskreismitgliedern Grünkohl gepflanzt wurde, sind zu vergeben.


Handwerkliche Arbeit im und am Heimathaus

Neben der gärtnerischen Arbeit leisten die Arbeitskreismitglieder auch umfangreiche handwerkliche Arbeit. So haben sie 2017 die Holzeinfassung des Torfsodenbrunnens vor dem Heimathaus erneuert, den Zaun am Ententeich repariert und das Häuschen für die Enten und Gänse saniert. Sogar die Säuberung des Heimathaus-Reetdachs wurde ehrenamtlich ausgeführt.

Zwischen Mitte 60 und Mitte 80 liegt das Alter der Arbeitskreismitglieder. Ihnen macht die ehrenamtliche Arbeit Spaß, aber sie würden sich freuen, wenn jüngere Mitstreiter hinzukommen, sie unterstützen und in ein paar Jahren in ihre Fußstapfen treten würden.

In der dunklen Jahreszeit widmen sich die Arbeitskreismitglieder vor allem notwendigen Arbeiten im Heimathaus. Da müssen kleine Reparaturen an Türen, in der Küche oder in den Sanitärbereichen erledigt werden, brauchen Wände und Decken einen neuen Farbanstrich und werden die Polsterstühle, Gartenbänke und Tische und Stühle aus dem Bauerngarten gereinigt und gepflegt.

Im vergangenen Jahr stand neben der Dachreinigung die Umstellung der Dielenbeleuchtung auf LED im Mittelpunkt. Alle 60 Glaszylinder wurden von der Decke genommen, per Hand gewaschen, jede Lampe mit einem neuen, kürzeren Kabel und LED-Leuchtmittel versehen und wieder an der Decke angebracht.


Sanierung der Dielenbeleuchtung

„Die Lampen hängen seit der Eröffnung des Heimathauses 1998. Die fast 20 Jahre lange Nutzung hatte Spuren an den Kabeln hinterlassen. Die Glaskörper sind jedoch noch gut“, betont Michael Krüger. Die LED-Ausstattung hat bei gleicher Anzahl der Lampen, die nun auch einzeln gedimmt werden können, jedoch nicht nur zu einer höheren und gleichmäßigeren Lichtausbeute und damit zu besseren Lichtverhältnissen in der Heimathausdiele geführt. Sie ist auch mit einer 20-prozentigen Stromkosteneinsparung verbunden. „Wir können etwa 360 Euro an Stromkosten im Jahr durch die Umstellung einsparen“, hebt Krüger hervor.

Mit 500 Euro hat die Ernst-Martin-Groth-Stiftung die Beleuchtungssanierung unterstützt. Davon wurden die notwendigen Materialien gekauft. Etwa 1000 Euro stellt die Stiftung jedes Jahr für die Anschaffung von Material zur Verfügung und unterstützt damit die ehrenamtliche Arbeit des Arbeitskreises am und im Heimathaus ganz entscheidend. Wer sich dem Arbeitskreis anschließen möchte, ist jederzeit willkommen. Die Mitglieder treffen sich auch in der dunklen Jahreszeit jeden Dienstag um 18 Uhr im Heimathaus zum Werkeln und nach getaner Arbeit zum Klönen mit den Arbeitskreismitgliedern vom Museum Mölln-Hof.

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www.kulturgemeinschaft-tornesch.de


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