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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 03:58 Uhr

Integration : Viel Deutschland in zwei Boxen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach Uetersen vor einigen Wochen sind nun auch in Elmshorn zwei Medienboxen für Flüchtlinge angekommen. Gestern wurden sie der Stadtbücherei übergeben und dort der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei der Integration der Flüchtlinge kommt den öffentlichen Büchereien eine Schlüsselrolle zu. Hier gibt es den für das Sprachenlernen so wichtigen Internetzugang, hier gibt es freies WLAN, Spiele und vor allem natürlich Bücher. „Das sind alles wichtige Bausteine für eine gelungene Integration“, sagte Elmshorns Stadtrat Dirk Moritz gestern und lobte gleichzeitig die Entscheidung der Bücherei, stark auf die neuen Medien zu setzen. Das mache sich jetzt bezahlt, weil es Anreize für die Flüchtlinge schaffe, die Büchereien zu besuchen.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2015 | 20:53 Uhr

Weiterer Baustein sind die Medienboxen, die unter der Schirmherrschaft von Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt an 63 Büchereien im Land verteilt werden. 110000 Euro kostet diese Aktion, Teil des landesweiten Projekts „Willkommen in Schleswig-Holstein“. Das Geld stellen die Sparkassen im Land zur Verfügung.

In den Kisten befindet sich eine umfassende Medienauswahl, die aus (Bild-)Wörterbüchern, Spielen und Büchern zum Deutschlernen, zweisprachigen Kinderbüchern, Freizeitspielen, Informationen über Deutschland und Schleswig-Holstein sowie sogenannten Tiptoi- und Ting-Vorlesebüchern besteht.

Tiptoi und Ting, hinter diesen Namen verbergen sich interaktive Stifte, die beim Tippen auf ein Bild die Erklärung in einfacher deutscher Sprache liefern. „Die Zusammenstellung der Medienboxen zeugt von viel Liebe und großem Sachverstand“, sagte Büchereimitarbeiterin Ulrike Pfeffer. Sie überzeugt vor allem die Kombination aus Lernen und Spaß. „Der darf nicht zu kurz kommen“, sagte sie.

Wie das Material in den Umlauf kommt, steht noch nicht ganz fest. Eine Kiste soll allerdings, so der Wunsch von Büchereileiterin Angelika Hoch-Beig, in der Einrichtung bleiben. Nur eine wird verliehen und dann gerne an das Willkommensteam oder diejenigen, die den Flüchtlingen in Kursen die deutsche Sprache beibringen.

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