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Versammlung mit Rück- und Ausblick : Viel Begeisterung für den Weltraum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn sechs Männer in zwölf Monaten 17 öffentliche Aktionen für 45 Vereinsmitglieder und hunderte Besucher rund um die 70 Trilliarden Sterne mit unendlicher Leidenschaft ausrichten, haben sie hinterher viel zu erzählen. Der Vorstand des Vereins Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch handelte daher die Formalia während der Jahreshauptversammlung schnell ab. Auch bei der zweieinhalbstündigen Pflichtsitzung in dem Vereinsraum in der Klaus-Groth-Schule Tornesch (KGST) stand die Faszination Weltraum im Mittelpunkt.

„Unsere Begeisterung ist grenzenlos“, sagte Vorstandsmitglied Michael Speichert und schmunzelte. Es sei aber notwendig, die Vortragsthemen künftig stärker so anzukündigen, dass nicht nur Hobby-Astronomen aufhorchen. Das gelang während der vergangenen zwölf Monate meistens.

Der Vorsitzende Bodo Hübner berichtete von einem fast durchgehend guten Besuch der Veranstaltungen. Höhepunkt: Die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft verlieh dem Verein den Professor-Miethke-Förderpreis. Die Tornescher hatten die Jury mit einer Arbeit über eine „Mondfinsternis vor 315 Jahren, beobachtet in Kiel und Hamburg“ überzeugt. Den Hauptbeitrag dazu hatte Karl Engeldinger geleistet. Als Kassenwart freute er sich über das Preisgeld von 1500 Euro doppelt. Er erzielte dadurch einen Haushaltsüberschuss von 950 Euro. Die Aktiven hielten Vorträge über Besonderheiten der Planeten, das Taumeln des Globus, Nikolaus Kopernikus sowie die Raumfahrt in den USA. Bei Besuchen in Kindergärten und Grundschulen stießen sie auf neugierige Hörer. Ein Lehrer aus Marne berichtete von einem Flug mit dem Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA). Exkursionen führten die Sternenfreunde zur größten Astronomie-Messe Deutschlands in Essen, zum vierten norddeutschen Sternwartentreffen im Oberharz, zu dem SOFIA-Jumbo auf dem Hamburger Flughafen und zum Flugplatz Ahrenlohe, wo sie die Perseiden-Sternschnuppen beobachteten. Der Mitgliederstand sank von 45 auf inzwischen 42. Doch der Verein begann eine Kooperation mit der KGST. Bei der teilweisen Sonnenfinsternis im März lotsten die Aktiven 120 Schüler durch die Sternwarte. Der Vorstand hofft, dass die Lehrer weiter Interesse zeigen.

Regelmäßige Angebote der Sternenfreunde

Die Hobby-Astronomen treffen sich an jedem ersten Donnerstag eines Monats, 20 Uhr, zur Astronacht in der Sternwarte. Zum Stammtisch laden sie für jeden zweiten Donnerstag, 20 Uhr, in das Uetersener Lokal „Von Stamm“, Kleiner Sand 60, ein. www.sternwarte-tornesch.de

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erstellt am 30.Mär.2015 | 18:49 Uhr

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