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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 05:13 Uhr

Handball : Viel Aufwand, kein Ertrag

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eigentlich ist Hans-Günter Voß Stammgast bei den Spielen der 2. Männer des TuS Esingen, die er jahrelang auch als Betreuer unterstützte. Am Sonnabend konnte er aufgrund ausgerechnet beim ersten Hamburg-Liga-Derby gegen den TSV Ellerbek II nur die letzte Viertelstunde live verfolgen ‒ und stellte nüchtern fest: „Das hat auch gereicht!“ Voß missfielen „die vielen überhasteten Aktionen im Angriff sowie die eigensinnigen Würfe“. Und am Ende verloren die Tornescher das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell mit 21:24.

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2015 | 20:00 Uhr

Beide Teams hatten ihr Visier zunächst nicht richtig eingestellt: So setzte Leonard Dombrowski den ersten Esinger Torwurf über die Latte und es dauerte bis zur vierten Minute, bis Hannes Haas aus dem halbrechten Rückraum das 1:0 gelang. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Dies blieb die einzige Führung der TuS-Zweiten ‒ im weiteren Verlauf erreichte sie nur noch viermal einen ausgeglichenen Spielstand und lief ansonsten durchgängig Rückständen hinterher.

Dombrowski konnte dies größtenteils von der Tribüne der Neuen KGST-Halle aus verfolgen: Als die Partie sechs Minuten und 56 Minuten alt war, bekam er nämlich für ein Foul von der Seite die Rote Karte, was eine harte Entscheidung war. Auf der Gegenseite konnten die Ellerbeker in der Abwehr wiederholt auch über die Grenzen des Erlaubten hinaus zupacken (Foto rechts), ohne dass dies von den Schiedsrichter Manfred Bülow (HT Norderstedt) und Michael Dahm (Niendorfer TSV) geahndet worden wäre. Mit seiner nicht einheitlichen Linie trug das erfahrene Schiedsrichter-Gespann zumindest dazu bei, dass die Partie zugunsten der Gäste kippte. Drei der ersten fünf TSV-Tore fielen durch Sieben- meter ‒ und als der sichere Schütze Yannick Gilles einmal zu hoch zielte, ließ das Gespann den Wurf wiederholen und Gilles traf zum 1:3 (10.).

Ärgerlich war, dass die Esinger viel Aufwand betrieben, vor dem gegnerischen Gehäuse aber zu umständlich agierten, weshalb ihr Ertrag und ihre Torausbeute gering waren. So stand es zur Pause 13:14 aus TuS-Sicht. Nach dem Seitenwechsel konnte Hannes Haas noch einmal zum 15:15 in den rechten Winkel ausgleichen, was nach zehn gespielten Minuten erst der dritte (!) Treffer des zweiten Durchgangs war. Dann zogen die Ellerbeker mit drei Toren in Folge auf 15:18 davon (47.) und gaben diesen Vorsprung auch nicht mehr aus der Hand.

TuS-Trainer Dennis Lißner, der entgegen erster Ankündigungen gegen seinen Ex-Klub doch nicht mitspielte, urteilte beim anschließenden Restaurant-Besuch: „Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden. Zu viele Abwehrfehler und fehlende Disziplin im Angriff führten zu der Niederlage!“

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