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Bürgermeisterwahl : Verwunderung über rauen Tonfall

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Moderat im Tonfall, jedoch klar in der Sache hat der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerd Mettjes auf die Kritik des CDU-Vorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Günther Laudan reagiert. Der hatte ihm in einem geharnischten Brief vorgeworfen, sich diskriminierend gegenüber den potentiellen Nachfolger für Bürgermeisterin Bärbel Thiemann geäußert zu haben.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2012 | 20:59 Uhr

„Total verwundert“ über den Ton des Schreibens sei nicht nur er gewesen, so Mettjes, sondern hätten auch viele Mitbürger reagiert. Nach der Ankündigung des Rücktritts der Bürgermeisterin hatten die Sozialdemokraten Anspruch auf das Amt des Gemeindeoberhauptes für ihre Spitzenmann, den derzeit amtierenden Bürgermeister Reinhard Pliquet angemeldet („Reini ist der Richtige“).

„Sachlich“ habe er dies formuliert, so Mettjes in dem offenen Brief an Laudahn. Keinem Nachrücker habe er die Legitimation absprechen wollen, in die Gemeindevertretung einzuziehen. Allerdings ist er der Meinung, dass ein Nachrücker keine Legitimation durch den Wähler für das Amt des Gemeindeoberhauptes hat. Als Nachfolger für Bärbel Thiemann hat die CDU-Fraktion in der Zwischenzeit mit Günther Laudan die Nummer 11 und damit den Letzten ihrer Liste zur Kommunalwahl ausgeguckt.

Als Beispiel, dass Neulinge durchaus Bürgermeister werde könnten, hatte der CDU-vorsitzende Bärbel Thiemann genannt. Die sei vorher im Dorf politisch aktiv gewesen und habe auf Listenplatz 1 der Union kandidiert, entgegnet Mettjes. „Alle Bürger werden verstehen, dass dies ein gewaltiger Unterschied zur heutigen Situation ist“, erklärt der Sozialdemokrat.

Mettjes erinnert Laudan daran, dass man in den Ausschüssen und in der Gemeindevertretung „nett miteinander“ umgeht. Es werde so lange diskutiert, bis eine für die große Mehrheit tragbare Lössung gefunden worden sei. Abstimmungen mit großen Mehrheiten sind nach Aussage des Spitzengenossen die Regel. Dies steht für Mettjes in Zusammmenhang mit der Stimmung im Dorf, „wo die meisten gern mit anderen Menschen zusammen sind, unabhängig von ihrer politischen Meinung“.

Nicht abgehen wollen die Sozialdemokraten davon, so Mettjes, dass ihr erfahrener Spitzenmann der bestmögliche Bürgermeister ist.

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