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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 09:30 Uhr

Außenbereich : Verwaltung zieht zurück

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Verwaltung hat in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses die Beschlussempfehlung zur 46. F-Planänderung „Nördlich Pinneberger Straße“ und damit verbunden den Aufstellungsbeschluss zum B-Plan 90 zurückgezogen. Hintergrund war die deutliche Positionierung der Sozialdemokraten, nicht mitzutragen, dass auf dem Grundstück an der Pinneberger Straße 41, also ziemlich am Ortsrand, eine neue Notunterkunft für Flüchtlinge gebaut wird.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2015 | 21:11 Uhr

Doch die 46. F-Planänderung und die Aufstellung eines B-Planes sollen nicht nur das städtische Grundstück betreffen, auf dem bereits eine derzeit nicht mehr bewohnte und in schlechtem Zustand befindliche Notunterkunft steht, sondern auch das Grundstück mit dem ehemaligen Sägewerk Hülsemann an der Pinneberger Straße 29 am südöstlichen Ortsrand des Ortsteils Esingen. Und auch hier äußerten die Sozialdemokraten Bedenken. Das Grundstück ist planungsrechtlich als „Außenbereich“ eingestuft, was mit Nutzungseinschränkungen verbunden ist und die Folgenutzung durch einen anderen Handwerksbetrieb erschwert. Doch daran besteht aktuell Interesse.

„Wenn wir für das Sägewerk-Grundstück einen B-Plan aufstellen, werden auch andere Eigentümer von Flächen im Außenbereich kommen, die ihre Flächen einer anderen Nutzung zuführen wollen. Wir sollten daher das ganze Gebiet überplanen und nicht Gefälligkeits-Bebauungspläne aufstellen“, merkte Klaus Früchtenicht (SPD) an.

Bürgermeister Roland Krügel nahm die Anregung auf. „Es stimmt, wird müssen vorausschauend blicken und Eigentümern ermöglichen, ihre Flächen weiter wirtschaftlich zu nutzen. Im Falle des Sägewerks soll ein Maurerunternehmen untergebracht werden. Dafür ist im Außenbereich eine Nutzungsänderung nötig. Der Kreis will dem nur zustimmen, wenn wir den F-Plan ändern und einen B-Plan aufstellen.

“ Roland Krügel regte an, das städtische Grundstück mit der Notunterkunft aus der Beschlussfassung herauszunehmen. Doch von der Politik wurde keine Zustimmung signalisiert. „Dann ziehen wir die gesamte Vorlage zurück und arbeiten nochmal nach“, so der Verwaltungschef. Manfred Mörker (SPD) forderte die Verwaltung im Zusammenhang mit der Ablehnung einer Notunterkunft für Asylsuchende am Ortsrand auf, nach Alternativen zu suchen. „Die soziale Integration durch Einbeziehung in Wohnumfelder mit gesellschaftlicher Durchmischung wird derzeit in Tornesch vorbildlich gelebt. Eine Notunterkunft an der Pinneberger Straße würde die positive Entwicklung konterkarieren“, machte Manfred Mörker deutlich.

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