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Radwegeregelung : Verwaltung soll mit Kreis sprechen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Vielleicht ist es einigen Radfahrern noch gar nicht aufgefallen, dass sie auf dem erst vor wenigen Jahren gebauten kombinierten Rad- und Gehweg im Straßenabschnitt Heimstättenstraße zwischen Norderstraße und Pastorendamm gar nicht mit dem Rad unterwegs sein dürfen. Denn die Schilder, die das Radfahren erlaubten, wurden auf Anweisung der Verkehrsbehörde, die für den betreffenden Straßenabschnitt keine Notwendigkeit für einen Radweg sieht, entfernt, und somit müssen Radfahrer die Straße nutzen.

Für den Seniorenbeirat ein Fakt, den Politik und Verwaltung nicht hinnehmen sollten. „Es gibt in dem Bereich so viele Senioren und auch Schulkinder, die mit dem Rad unterwegs sind und sich auf einem Radweg sicherer fühlen. Der kombinierte Weg ist breit genug, um dort auch als Radfahrer unterwegs sein zu können. 40 Jahre gab es einen Radweg in dem Abschnitt. Niemand versteht, warum das jetzt nicht mehr so ist“, betonte der Vorsitzende des Seniorenbeirats Jürgen Hesse in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Er hatte im Vorwege in einem Schreiben an die Politiker auf die Problematik hingewiesen und die Christdemokraten hatten sich des Problems angenommen.

„Die Anlieger haben zwar schriftlich, dass ein kombinierter Rad- und Gehweg gebaut worden ist und die Baumaßnahme ist auch entsprechend abgerechnet worden, aber es ist nicht zulässig, dort Rad zu fahren. Wir haben uns beim Kreis erkundigt, die Radfahrer müssen auf die Straße“, erläuterte der Vorsitzende des Bauausschusses Henry Stümer (CDU). Er regte an, dass die Stadt ein Schild zur Information der Radfahrer aufstellen sollte, denn nach wie vor seien Radfahrer auf dem 2,5 Meter breiten Gehweg in gutem Glauben unterwegs.

Die Stadt dürfe keine Schilder „Radfahrer auf die Straße“ aufstellen, so Bürgermeister Roland Krügel. Und er merkte an: „Warum sollten wir uns mit Schildern das Leben unnötig schwer machen?. Jeder, der im Straßenverkehr unterwegs ist, muss darauf achten, ob sich Beschilderungen ändern.“

Seniorenbeiratsvorsitzender Jürgen Hesse warf Bürgermeister Krügel vor, sich nicht genügend für die Belange der Radfahrer einzusetzen. Krügel konterte: „Ich habe die Anweisungen der Straßenverkehrsbehörde umzusetzen. Lassen Sie uns versuchen, eine Lösung zu finden, die auf dem Boden des Rechts ist.“

Einstimmig beauftragten die Politiker des Bauausschusses die Verwaltung, die Radwegeregelung für den gesamten Straßenzug Wilhelmstraße/Heimstättenstraße mit der Verkehrsbehörde des Kreises abschließend zu klären.

Stimmen: Aus dem Bauausschuss zum Thema Radwege

Der Grünen-Politiker Georg Janßen forderte, dass in Tornesch generell für den Radverkehr mehr Verkehrssicherheit geschaffen werden müsste. „Ich setze auf das Integrierte Verkehrskonzept und hoffe, dass es Vorschläge auch für ein sicheres Radfahren auf den Straßen unterbreitet“, sagte er.

Die Sozialdemokraten Manfred Mörker und Klaus Früchtenicht stimmten ihm zu. „Auch wir setzen auf das Integrierte Verkehrskonzept mit Lösungen für ein Radfahren auf der Straße. Denn laut Untersuchungen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ist Radfahren auf der Straße sicherer als auf bordsteingeführten Radwegen“, machte Manfred Mörker deutlich. Klaus Früchtenicht erinnerte daran, dass zur Leistungsbeschreibung für das Integrierte Verkehrskonzept auch der Radverkehr gehört. „Durch das Gutachten werden wir Empfehlungen, was wir vor Ort ändern sollten, erhalten.“

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erstellt am 08.Aug.2012 | 19:48 Uhr

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