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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 09:00 Uhr

Bürgerbuch : Verspätete Ehrung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nancy Gomez-Juse war gerade in ihrem kleinen chilenischen Dorf und hatte Mühe, überhaupt an die E-Mail ihres Mannes aus Deutschland zu gelangen. Inhalt jener Mail war ein Brief von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der Gomez-Juse per Post mitteilte, dass der Ältestenrat entschieden hat, dass sie, neben der Pinnebergerin Gisela Schiffmann und dem Quickborner Richard Janssen (die UeNa berichteten) mit einen Eintrag ins Kreis Pinneberger Bürgerbuch geehrt werden soll.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 20:24 Uhr

Nancy Gomes-Juse wurde in Chile geboren und zog bereits 1973 nach Deutschland. Im Jahre 1997 zog die Familie von Bochum nach Wedel wo Gomez-Juse im Stadtteilzentrum „Mittendrin“ eine Kindertanzgruppe ins Leben rief, die wohl mehr zur Integration beigetragen haben dürfte, als so manche staatliche Maßnahme. Zusätzlich engagiert sie sich für die Friedenswerkstatt, den DGB, die Arbeitsloseninitiative und den Arbeitskreis gegen Ausländerfeindlichkeit.

Wedels Bürgermeister Niels Schmidt stellte sein Büro für die feierliche Übergabe der Urkunde zur Verfügung und sagte: „Frau Gomes-Juse kümmert sich um die Kinder, bringt ihnen Spaß an Bewegung bei und stärkt ihr Selbstbewusstsein ohne den Rahmen eines Vereines zu benötigen“. Rainer Bleuel vom Stadtteilzentrum nannte Gomes-Juses vielfältiges Engagement „unglaublich“. Gomez-Juse sagte: „Ich fühle mich unglaublich geehrt“. Dort wo man lebt, dort müsse man etwas tun, so Gomez-Juse weiter, während sie bescheiden unterschlägt, dass ihre Reise nach Chile natürlich nicht zu Urlaubszwecken stattfand. In ihrem chilenischen Heimatort baute sie ebenfalls ein Stadtteilzentrum nach Wedeler Vorbild auf. Es heißt dort allerdings „Casita la cultura“. Der Zweck hingegen, ist der gleiche wie hier.

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