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Gemeinsam unterwegs : Verkehrsentwicklungsplan im Blick

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Seniorenbeirat der Stadt und die Junge Union Tornesch-Uetersen ziehen nicht nur bei ihren Forderungen nach besseren ÖPNV-Anbindungen an einem Strang. Ihnen liegt auch die Barrierefreiheit auf öffentlichen Wegen und Plätzen in Tornesch am Herzen.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2015 | 21:23 Uhr

Vor dem Hintergrund der Aufstellung eines Verkehrsentwicklungsplanes, der für die Stadt bereits im Entwurf vorliegt und im Dialog mit den Bürgern vervollkommnet werden soll, haben sich Mitglieder des Seniorenbeirats und des Vorstandes der Jungen Union Tornesch-Uetersen am vergangenen Sonntag mit einem Rollstuhl und einem mit „Einkäufen“ bepackten Rollator auf den Weg durch die Innenstadt gemacht mit dem Ziel, nicht barrierefreie Wegabschnitte zu identifizieren.

„Wir wolllen aufzeigen, welche Gehwege und Übergänge mit Rollstuhl, Rollator oder eben auch mit Kinderwagen nur schwer passierbar sind“, so Daniel Kölbl, Erster Vorsitzender der Jungen Union Tornesch-Uetersen. Es gehöre zur Generationengerechtigkeit, wenn sich auch junge, mobile Menschen darüber Gedanken machen, wie Menschen, die einen Rollstuhl oder Gehilfen brauchen, im öffentlichen Raum zurechtkommen, macht Daniel Kölbl, der für die Tornescher CDU auch im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung sitzt, deutlich. Die bei dem Rundgang, der von der Jürgen-Siemsen-Straße Höhe An der Kirche über die Uetersener Straße, Friedrichstraße, Esinger Straße bis hin zum Bahnhofsvorplatz führte, erkannten Schwachstellen in der Barrierefreiheit wollen die jungen Christdemokraten und die Mitglieder des Seniorenbeirats in die Diskussion um die weitere Gestaltung des Verkehrsentwicklungsplanes einbringen. „Wenn man die Innenstadt überplant und neue Lösungen für Verkehrsführungen sucht, muss man sich auch der Barrierefreiheit widmen, sie in die Planungen aufnehmen und finanzielle Mittel planen“, betonen Ralf Fromhein, Erster Vorsitzender des Tornescher Seniorenbeirats, sowie Siegrid Pallas, Schriftführerin im Seniorenbeirat. Der Beirat hatte sich in seiner Beratung im August bereits mit dem Verkehrsentwicklungsplan beschäftigt und eine Stellungnahme dazu an die Verwaltung gegeben.

Aufgezeigte Schwachstellen: Zu schmale Geh- und Radwege, fehlende abgesenkte Kantsteine, „Stolperfalle“ Bahngleise

Ihren Rundgang starteten die Vorstandsmitglieder der Jungen Union Tornesch-Uetersen und des Seniorenbeirats in Höhe Kirche an der Jürgen-Siemsen-Straße. Dort erfolgten ihre ersten Notizen. „Der Fuß- und Radweg, der sogar beidseitig befahren werden darf, ist viel zu schmal“, so Ralf Fromhein. Doch noch größer wurden die Probleme, nach dem Ampelübergang Richtung Uetersener Straße mit Rollator und im Rollstuhl die Bahngleise zu überqueren. Abwechselnd nahmen Mitglieder der Jungen Union und die beiden Vertreter des Seniorenbeirats in dem ausgeliehenen Rollstuhl Platz oder schoben ihn oder den bepackten Rollator, um sich in die Lage von Betroffenen zu versetzen. Die „Räder bleiben in den Gleisen hängen“, so das erschreckende Fazit. Eine zu hohe Bordsteinkante und ein holpriger Platten-Fußweg Richtung Seniorenheim Cecilienburg hätten den weiteren Weg erschwert, doch es wurde Kurs zurück Richtung Friedrichstraße genommen. Barrierefreie Schwachstellen wurden auf den Gehwegen in Höhe Provincial an der Jürgen-Siemsen-Straße sowie nicht abgesenkte Bordsteine und zu schmale Fußwegbereiche an der Friedrichstraße moniert. „Auch der abfallende Fußweg in Höhe AWO-Zentrum Richtung Bahnhof und ein nicht ausreichend abgesetzter Kantstein sind für Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer eigentlich unzumutbar, ebenso auch für Fußgänger und Radfahrer der nicht einsehbare Fuß- und Radweg in Höhe Gaststätte ,Zur Post’“, betont Ralf Fromhein. Und auch an der Bushaltestelle am Bahnhof fanden er und seine Begleiter Schwachstellen. „Wenn ein Gelenkbus bis zur Kurve steht, dann gibt es dort nicht mehr den erhöhten Kantstein und das Ein- und Aussteigen wird erschwert“, macht Ralf Fromhein deutlich.

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