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Flugplatz Uetersen : Verhältnis hat sich entspannt

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Stimmung zwischen der Bürgervereinigung gegen Fluglärm und der Flugplatz Uetersen GmbH hat sich spürbar entkrampft. Sichtbar ist die neue Situation nicht nur durch ein Hinweisschild, das die Leitung des Platzes für alle Flieger beim Start gut sichtbar anbringen ließ. Dies wurde auch noch während eines gemeinsamen Pressegesprächs präsentiert.

Denn hauptsächlich stritten sich Bürger und Flieger bisher um die Platzrunden, die nicht eingehalten werden. Das Schild erinnert die Piloten kurz vor dem Start daran, nicht die Gemeinde zu überfliegen. Mittels eines Knicks in Richtung Süden kann das verhindert werden.

„Wir können es nicht zwingen, können nur darum bitten und immer wieder darauf aufmerksam machen“, sagt Dr. Erwin Ilper, Geschäftsführer der Flugplatz GmbH. Er initiierte die Aufstellung. Anders als die Fluglotsen in Hamburg-Fuhlsbüttel, dürften die Heistmer Flugleiter keine rechtlich bindenden Anweisungen erteilen. „Nur auf dem Boden haben wir Hausrecht, schon auf der Landebahn haben wir nichts mehr zu sagen“, so Dr. Ilper. Für die Fluglärmgegner ist das Schild ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Unsere Anliegen werden ernst genommen“, stellt der Vorsitzende der Bürgervereinigung gegen Fluglärm, Erwin Aug, fest.

Das neue Schild richtet sich besonders an ortsunkundige Piloten. Allerdings muss die Leitung des Flugplatzes immer wieder das Gespräch mit Fluglehrern und ihren Schülern suchen, die sich nicht an die Platzrunden halten.

Vielleicht liegt die positive Stimmung auch ein Stück weit an den handelnden Personen. Ilper übernahm vor zweieinhalb Jahren die Geschäftsführung der GmbH. Seit zwei Jahren stehen Aug und als seine Stellvertreterin Uta Naths an der Spitze der Bürgervereinigung. „Seit dem Wechsel in der Geschäftsführung hat sich das Verhältnis verbessert“, sagt Aug. Regelmäßig trafen und treffen sich Fluglärmgegner und Flieger. „Das Wichtigste ist doch, dass wir im Dialog sind“, streicht Ute Naths heraus.

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erstellt am 20.Okt.2014 | 21:23 Uhr

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