Heidgrabener Sportverein : Vereinsmitglieder wollen Kunstrasen

Beim Heidgrabener SV wird das planerische Projekt Kunstrasenplatz in die Hand genommen. Ein einstimmiges Votum haben die Mitglieder dem Vorstand erteilt.

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07. April 2013, 21:20 Uhr

Planer Andreas Knoll unterbreitete der Versammlung, dass im 1. Bauabschnitt ein Platz von einer Bruttogröße von 94 mal 64 Metern mit Kunstrasen und ein kleines Jugendfeld mit Naturrasen errichtet werden soll. In den Bruttokosten von 550000 Euro sind dabei eine Flutlichtanlage, Ballfangzäune, Drainage und der Erdaushub enthalten. Der ausgekofferte Boden wird dabei nicht abgefahren, sondern für Erdwälle verwendet. Außerdem muss ein Bodenaustausch vorgenommen werden, da man auf Torfvorkommen gestoßen sei. Die Mitglieder waren vom Vortrag und auch von dem vorgelegten Muster des Kunstrasens angetan und nickten den Entwurf ab.

Wenn der 1. Bauabschnitt vollzogen ist, bleiben noch viele weitere Bausteine offen. Ein positives Lärmschutzgutachten liegt bereits vor. Doch wenn der Bauantrag gestellt werden kann, steht noch in den Sternen.

Um das Projekt durchzuführen, muss der Verein allerdings viel Geld in die Hand nehmen, das man, außer kleien Rücklagen, nicht hat. Eine Kreditaufnahme von etwa 100000 Euro ist erforderlich. Dieses ist aber nur möglich, wenn die Gemeinde als Bürge zur Verfügung steht. Damit der Verein als Bauherr antritt und dafür Sportförderungsmittel einwerben kann, gilt die Voraussetzung, dass die Gemeinde mindestens 55 Prozent der Baukosten übernimmt. „Es kann alles nur gehen, wenn die Gemeinde mit im Boot sitzt, sonst fließen keine Zuschüsse. Wir haben noch kein positives Signal, wie viel und wann die Gemeinde etwas zusteuert“, berichtete der 1. Vorsitzende Manfred Langer den Mitgliedern. Die Zuschüsse müssen bis August beantragt werden, damit sie 2014 zur Ausschüttung kommen. Es ist somit „fünf vor zwölf“. Und da zum Herbst dieses Jahres der Trainingsplatz mit Flutlicht nicht mehr zur Verfügung steht, werden die Fußballmannschaften wohl im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln stehen. „Die Politik hat 25 Jahre versprochen, dass es drei Fußballfelder in Heidgraben gibt und nichts gehalten“, kritisierte der Ehrenvorsitzende Gebhard Rühlow. Anders jetzt die Mitglieder. Sie haben Beschlüsse für die Zukunft gefasst. So wurde eine Beitragserhöhung ab dem 1. Januar 2014 beschlossen und dazu müssen die Fußballer einen Zusatzbeitrag von fünf Euro, zweckgebunden für Tilgung und Zinsen des aufzunehmenden Kredits zahlen.

„Abteilungen die höhere Kosten verursachen, müssen mehr zahlen. Deshalb wird auch für Zumba ein Zusatzbeitrag fällig“, führte Langer aus.

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