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Beschluss im Bauausschuss : Veränderungssperre im Ortskern von Tornesch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Veränderungen innerhalb der B-Pläne 91 und 92 für zwei Jahre nicht erlaubt.

Tornesch | Der Bauausschuss befürwortet eine bauliche Veränderungssperre im Ortskern, um den Weg für dessen Neugestaltung freizuhalten. Zudem wurden verschiedene Bebauungspläne vorangebracht. Die geplante Veränderungssperre im Ortskern umfasst das Gebiet der Bebauungspläne 91 „Ortskern: Südliche Friedrichstraße“ und 92 „Ortskern: Willy-Meyer-Straße / Westliche Esinger Straße“.

Der SPD-Vorsitzende Manfred Mörker hatte die Sperre vorgeschlagen und die Satzung hierzu ausgearbeitet, alle Fraktionen begrüßten das Vorhaben und stimmten einstimmig dafür.
„Planungsziele der B-Pläne sind die funktionale Revitalisierung und die städtebauliche Aufwertung des Ortskerns“, so Mörker. Hierzu soll die Bebauung in Teilbereichen verdichtet und der öffentliche Raum umgestaltet werden.

Für Grundstückseigentümer in diesem Gebiet bedeutet dies unter anderem, dass während der Veränderungssperre Bauvorhaben nicht durchgeführt und bauliche Anlagen nicht beseitigt werden dürfen. Zudem sollen keine wesentlich wertsteigernden Veränderungen von Grundstücken und baulichen Anlagen vorgenommen werden, auch wenn sie keiner Genehmigung bedürfen.

Die Sperre wird für maximal zwei Jahre verhängt, bis dahin sollen die Aufstellungsbeschlüsse in gültige Bebauungspläne umgewandelt werden. „Wenn einer noch etwas neu macht, zum Beispiel seine Auffahrt neu pflastert, dann hat er im Falle eines Umlegungsverfahrens keine Ersatzansprüche für diese Maßnahme“, erläuterte der Ausschussvorsitzende Henry Stümer (CDU) den Sinn der Veränderungssperre, beschwichtigte aber auch: „Umlegungen sind hier aber eigentlich nicht geplant.“ Ob die Satzung so in Kraft tritt, darüber entscheidet die Ratsversammlung am kommenden Dienstag. Der Bauausschuss empfiehlt der Ratsversammlung zudem die Zustimmung zu folgenden Planungen: Der B-Plan 47 für das Gebiet zwischen Lise-Meitner-Allee und der Autobahn soll geändert werden, damit ein Logistikbetrieb in Oha erweitern kann. Der B-Plan 98 für das Gebiet südlich des Schäferkamps und westlich des Kleinen Moorwegs soll beschlossen werden, um den Bau der neuen KiTa und weiterer Einzelhäuser in „Tornesch am See“ auf den Weg zu bringen, und der vorhabenbezogene Bebauungsplan für das Ärztehaus in der Willy-Meyer-Straße soll aufgestellt werden.
 

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